8. April desselben Lahres legte er als Student der Duisburger Universität seinGlaubensbekenntnis ab. Über seine weitere Ausbildung nnd seine berusliche Tätiakeitin den nächsten 20 Aahren erfahren wir nichts.
Da sein Oheim Beinrich Bürgermeister war, so wäre ihm nach den altenstädtischen Grundsätzen die Teilnahme am Rat verschlossen gewesen; aber darübersetzte sich die Ronigl. Regierung hinweg. Als durch Absterben mehrerer Mitgliedereine Ergänzung des Rats l?24 notwendig wurde, wurde er in denselben berufenund zwar sofort ^s- ^>r ersten Platz nächst den Bürgermeistern. Das war einegroße Auszeichnung, die ihm offenbar wegen seines Alters und seiner Stellung imLeben verliehen wurde.
Am Ratsprotokoll vom 23. Februar B23 heißt es: Bachdem E. Aönigl.Majestät sub. dato Berlin, den l.9- Oktobris B24 allergnäöigst rescribiert haben,daß der Aabrigueur Leonhard IVintgens zum ersten Echösfen und derselben zugehörigenRatsstelle samt der Erwartung aus des Bürgermeisters Friedhofs Platz in EidesPflicht genommen und zu seiner Verrichtung angewiesen werden solle und der Ter-minus aus hellte in curia hiezu angesetzet worden, so hat er in plsno innßststmutunachstehenden Eid abgeschworen:
Bachdem von Er, R. Majestät in Preußen ich, Leonhard IVintgens, als ersterEchesfe und Ratsmann in der Etadt Duisburg allergnädigst benannt und deklariertworden, so gelobe und schwere ich zn Gott, dein Allmächtigen, einen körperlichenEid, daß ich zuförderst Er. Aönigl. Majestät und der Etadt Duisburg jederzeit getreusein, deren Echaden lind Bachteil nach meinem äußersten Vermögen verhüten undabwenden, dahingegen dero Blitzen und Bestes überall befördern, sowohl in demGericht als Magistrat jedem unparteiisch Justiz administrieren Helsen und mich inallen Etücken so ausführen und betragen will, als einem ehrliebenden und getreuenEchssfen eignet lind gebühret. Eo wahr mir Gott helfe nnd sein heiliges lVortdurch Aesum Ehristum, Amen! BrnssUw lioo junnnwMv ist ihm sein Platzangewiesen.
Au bemerken ist, daß hier noch der Etadt Duisburg Treue geschworen wird; indem ein Aahr später geschworenen Eid des IValdmepers (Eiehe Eeite 74) fällt das weg.
Eeitdem hat er regelmäßig an den Eitzungen des Rats teilgenommen, auchmanche Bebenämter verwaltet. Eo wurde er am Dez. zum Aunftherrn
des Echmiedeamts angesetzt: aber Freude hat er an dieser Etellung nicht erlebt, daes innerhalb der Zunft viel Etreitigkeiten gab. Er erklärte deshalb einmal in seinemUnmut, er wolle lieber eine Pistole geben, als länger beim Amte bleiben. An demAahre s?28 wurde er beauftragt, mit Johann Daniel Rfß aus den alteilBüchern die an den: Duisburger lvalde berechtigten Erben zusammenzustellen und
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