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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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königliche Verfügung zuin erstell Scheffe» Bernsen; die Vereidigling verzögerte sichaus unbekannten Gründen längere Zeit- sie geschah am 27. Oktober s723. Ginbalbes Zahr daraus starb, wie schon erwähnt, sein Schwiegervater. Sofort, in dernächsten Ratssitzung setzte er sich ans dessen Stuhl; aber der Bürgermeister JohannGerhard Reller, der schon seit 1720 zweiter Bürgermeister gewesen war, machte ihmden pAatz mit Recht und mit Trfolg streitig. Am s. Juni 1726 präsentierte Scheffewiiltgens (Zohann Leonhard) ein allergnädigstes Reskriptnm ans Tleve, nach welchemder Bürgermeister Reller der erste und älteste Bürgermeister und Hriedhoff als ältesterScheffe zweiter Bürgermeister sein und dazu vom Rönigl. Roiilinissar eingeführtwerden solle. Aber bereits unter dem Datum des 3. Juni hat Friedhofs in derÜberzeugung, datz in Tleve das Held für ihn ungünstig sein würde, ans Berlin eineVerfügung erwirkt, datz er zum ersten Bürgermeister angeordnet sei. Dies zeigteer am 20. Znli in der Sitzung dem Rate an und erreichte am 30. Zuli die ver-eidignng durch den Rönigl. Rommissar, öen Rriegs- und Domänenrat Geelhaar.Aber sein Gegner war nicht minder hartnäckig und erreichte am 6. Dezember vomRönig den Befehl, datz Friedhofs mit ihm von sechs zu sechs Atonalen im Amteabwechseln und die Gmolnmente teilen solle. Dabei blieb es im wesentlichen, trotz-dem Friedhoff sich ausdrücklich vorbehielt, sich bei Sr. Atajestät melden und an-zeigen zu wollen, wieviel ihm hierdurch zu nahe getreten sei; nur wurde später stattdes halbjährlichen Wechsels der jährliche eingeführt.

Zin Zahre 1732 wurde die vikarienrentei vakant; der Scheffe Zum Brink(dessen Sohn sich mit einer wintgens verheiratete) wurde zum vorläufigen Ver-walter ernannt. Biergsgen machte Friedhoff bei der Regierung Vorstellung; aberdiese erklärte, datz es bei der Trilennung des Zum Brink sein Bewenden haben unddatz Friedhoff ihn vereiden solle. Trotzdem suchte er den Zum Brink zum Rücktrittzu bewegen und brachte einen Bewerber in Vorschlag, der, wie er sagte, das Amt2 Jahre umsonst verwalten wolle; Zum Brink möge bedenken, ob er unter solchenUmständen den Tid leisten könne, datz er allzeit den Nutzen der vikarienrentei suchenwerde. Als sein Gegner nun nicht ganz unberechtigt die Vermutung aussprach, datzein solcher Bewerber wohl auf anderem Wege suchen würde, sich schadlos zu halten,kam es zu heftigein Wortwechsel und bösen Scheltworten, und Friedhofs weigerte sich,die vereidianng vorzunehmeil. Aber die Regierung trat ihm nicht bei, und ZumBrink wurde durch de» Schultheitz Türck eingeführt.

chn >ihre 1729 grassierte in hiesiger Gegend ein Rohlenschürfersieber: alleWelt wollte auf Rohlen bohren; so auch die Beerbten des Duisburger Waldes. Aberauf ihren Antrag wurde ihnen erwidert: der Schulmeister von Speldorf, Schnetzler,habe schon die Belehnnng; der habe mit den beiden Bürgermeistern einen Vertrag,

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