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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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Das Recht der jährlichen Ratswahl wurde gegen Jablung der früher dafürgegebenen Gumme eingezogen; die gerade im Amt befindlichen behielten ihre Stellung;verzogene und Gestorbene sollten vorläufig nicht ersetzt werden, bis ihre Zahl inangemessener Iveise verringert wäre.

Die erste Anordnung traf auch Beinrich kvintgens empfindlich. Zu demZahre, in welchem die neue Ordnung eingeführt wurde, 1712Z715, war geradeGcblecktendal erster und er zweiter Bürgermeister. Entsprechend der höhern Anordnungsollte das künftig immer so bleiben; das war für ihn kränkend; anch mochte er indem Glauben stehen, daß man die alten Führer gerne entfernen möchte. Daher reichteer sein Tutlassungsgesuch sein. Die übrigen Ratsherrn baten ihn zu bleiben. kvirerfahren dies daraus, daß es unter dem 4. November 1715 in den RatsprotokollenheißvTs soll Bürgermeister bviutgeus noch in als durch Abgeordnete aus Rat uudGechzehnern darum angesprochen werden, ihn bestens zur Fortsetzung seines Diensteszu bestimmen." Gr erwiderte, er müsse den Rescheid aus fem Gesuch abwarten.

Gchlechtendal scheint zu der Zeit kränklich gewesen zu sein; denn aus die Au-srage derselben Deputation, ob er unter den obwaltenden Umständen nicht in den Ratkommen wolle, antwortete er, der Iville wäre gut, aber es fehle ihm au Alacht undKräften. Doch war er noch einen großen Teil des folgenden Zahres erster Bürger-meister. Ivintgens aber erhielt am 14- November 1715 den Rescheid, bis zur völligenRegulierung des Akagistratswesens solle er in seiner Stellung bleiben. Diese völligeOrdnung führte dahin, daß er im Gonnner 1716 wieder erster Bürgermeister wurde,uud das blieb er bis zum Tnde seiues Lebens; während Gchlechtendal bis zu seineinTode im Zuli 1720 zweiter war; an dessen Gtelle trat Zoh. Gerhard Keller, sinBruder seiues Schwiegersohnes Thomas Reinrich Keller.

Geit der neuen Ordnung hörten die Staatsaktionen des Duisburger Rates aus;er hatte sich allein mit den kleinen inneren Verhältnissen zu besasseu, die besondersseit der Beseitigung der Gechzehner wenig Ausregung mit sich brachten. Da NeinrichIvintgens in seinem langen politischen Leben selbst erkannt haben mußte, daß diestädtische Souveränität nicht mehr möglich war, wird er sich nach den alten Ver-hältnissen nicht gesehnt haben; und unter dieser Voraussetzung hatte er einen beneidens-werten Lebensabend. Gr selbst war das chaupt der Gtadt; alle die Genügen sah erin angesehenen Stellungen; fast bis zum letzten Augenblick war er trotz seiner 76 Zahrerüstig und tätig; am 16. Akai 1726 führte er noch den Vorsitz im Rate, am 17.starb er und wurde am 21. in der Galvatorkirche beigesetzt.

Ttwas über 52 Jahre alt, hatte er einen eigenen ^ausstand gegründet. Am2. November 1681 wurde seine Verlobung mit Iusser Anna Akaria Fellinger vonAachen in der Galvatorkirche bekannt gemacht. Die Braut entstammte einer ange-