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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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was treue, fromme und gehorsame Untertanen ihrem Fürsten und Herrnzu tun schuldig sind, in maßen als wir von dein Reich an seiner kur-fürstlichen Durchlaucht vorsahreu gekommen sind" seine alte Politik werdefortsetzen können. Auch kam die Regierung dem Ivunsche des Rats nach Selb-ständigkeit weit entgegen, indem sie für s000 rr ans Ae Bestätigung der Ratswahl undErnennung des zweiten Bürgermeisters widerruflich verzichtete.

Ivo man es hätte wünschen mögen, daß der Rat mit aller Halsstarrigkeitdas Überlieferte festgehalten hätte, finden wir ihn weniger entschlossen.

Als am (7. Juli s674 vier Deputierte der Hpnode, darunter ein Professorder Universität mit weitläufigen Reden ersuchten, daß dochdas ^rneifir in Glasin der großen Kirche zur Verhütung großen Ärgernisses abgeschafft werde", ') wurdezur Antwort gegeben:Das (Lrncifir und andere Gemälde wären so lange ohneÄrgernis dagewesen; das Glas würde sich mit der Zeit wohl verlieren; doch wolleman überlegen, ob es auszunehmen wäre; aber vor kurzem hätte nicht einmal die^nodal-versanunlung daran Ärgernis genommen." Gs ist dann wirklich herausge-nommen, beiseite gestellt und spurlos verschwunden, 60 Jahre nach der Bilderstürmereiin Duisburg!

Mit Mörs war man Krieg zu führen imstande und leicht bereit, freilich ohneSchießgewehr, öo wurde sööZ Heinrich Ivintgens mit Rotten Volks ausgesandt,um die von den Mörsern aus vermeintlich Duisburger Grund augepflanzten Meidenabzuschneiden. Aber wie traurig die Lage der ^tadt einem wirklichen Kriege gegen-über war, das mußte auch Heinrich kvintgens noch erleben, zu einer Zeit, wo erselbst zweiter und erster Bürgermeister war. von s672 an wurde das Deutsche Reichin die Kriege Ludwigs XIV. verwickelt. Der erste Krieg von t672^678, resp. s67chhauptsächlich gegen Holland gerichtet, führte die Franzosen wiederholt nach Duisburg.Der große Kursürst war durch Vertrag vom 6. Mai s672 mit den Geueralstaateuverbündet, trotzdem diese unter nichtigen vorwänden seit dem 30jährigen Kriege nochimmer die klevischen Btädte Grsop, Ivesel, Rees und Gmmerich, sowie das kölnischeRheinberg besetzt hielten. Da Frankreich durch die mit einem starken Festungsgürtelversebenen spanischen Niederlande (Belgien) von den Generalstaaten getrennt war,gedachte Ludwig XIV. jene Städte zu überrumpeln, um dann von da aus deuNiederlanden den Btoß ins Herz zu geben. Dieser pAan wurde wesentlich dadurchunterstützt, daß er den Grzbischos von Köln und den tatenlustigen Bischof ChristophBernhard von Münster gegen reichliche Bubsidien zu Verbündeten hatte. Diese sollten,durch Franzosen verstärkt, in das nördliche Gebiet der Generalstaaten einsallen. Um

') In den Akten des L^ncntus Ksneiulis von heißt es K öö: Synodus hat lang einen großen Ekelgehabt an dein großen Ernzifir ini Fenster und andern i'sliczniis pgputus zu Vnisburg.