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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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eine Versammlung seiner vermutlichen Gefolgsleute in der am so. Februar s849eröffneten zweiten Kanrmer abhielt, zu der auch kvintgens eingeladen und erschienenwar, gab er gleich nachher die Trklärung ab, daß er sich nicht in diesen oder einenähnlichen Parteiverband begeben, sondern seinen kveg frei und ungehindert im par-lamentarische» Leben nehmen wolle. Diesem Grundsatz ist er mehr als 30 Jahretreu geblieben; ohne Rücksicht ans Parteiverhältnisse unterstützte er, was ihm förderlichschien, und tadelte, was dem Gemeinwohl in seinen Augen schadete; als Charaktermutz er dadurch nach jedermanns Urteil gewinnen, seine politische Einwirkung aberwurde dadurch erheblich gemindert.

Da er als Altliberaler, wie man jetzt sagen würde, zwar den Anforderungender neuen Zeit Rechnung tragen, aber doch die geschichtliche Kontinuität festhaltenwollte, so stand er mitten zwischen den sich bekämpfenden Parteien, erschien aberimmer mehr als konservativer, je mehr die Liberalen neue Forderungen in ihr Programmaufnahmen. To war er ebenso gegen die Koalitionsfreiheit, wie früher gegen dasallgemeine Stimmrecht. Aber seine kvähler blieben ihm treu. Fn Delft wurde erbis zum Jahre t866 sechsmal wiedergewählt. s856 wurde er aufgefordert, mitandern ein Ministerium zu bilden; aber er lehnte den ehrenvollen Auftrag ab. Da-gegen s868 hielt er es für seine schlicht, in ein Ministerium, das wegen des Londoner,Luxemburg betreffenden Traktats vom sp Mai s867 heftig angegriffen wurde, abernach seiner Meinung durchaus richtig gehandelt hatte, nach dem Tode des Fuftiz-ministers einzutreten, um es zu unterstützen, obwohl er zu der Lebensdauer desselbenkein großes vertrauen hatte.

Als er am 4. Januar s868 die Leitung des Justizministeriums übernahm,legte er sein Abgeordnetenmandat nieder, da er es nicht für angemessen hielt, Ministerdes Königs und zugleich Volksvertreter zu sein. Das Ministerium erhielt schon am28. April desselben Jahres ein Mißtrauensvotum in einer Tache, die mit der Luxem-burger Affaire im Zusammenhang stand, und trat am Z. Juni ab. Der für ihn inDelft gewählte Abgeordnete wollte nun zurücktreten, um ihm den Tintritt in dieKanuner wieder zu eröffnen. Aber sein verlangen, im politischen Leben tätig zu sein,war nicht so groß, daß er dieses Opfer angenommen hätte. Doch bei den allgemeinenIvablen im Fahre t87l nahm er die Vertretung seiner peiinat 's Gravenhage an,und seitdem wurde er immer wieder gewählt, bis er im Fahre s885 auf die Threverzichtete. Das hatte einen eigentümlichen Grund. Gegen das damals fungierendeliberale Ministerium stellten die vereinigten Gegner elf Anträge von bald größerer,bald geringerer Bedeutung. Die Zahl der stimmen der beiden Parteien war fastgleich. Dr. kvintgens ging wie immer seinen selbständigen kveg; je nachdem er nunden Anträgen zustimmte oder sie bekämpfte, wurden mehrere angenommen oder