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Suppl. 2 (1911) Archivregister von Wurmberg aus den Jahren 1498 und 1543 nebst einem Wurmberger Schloßinventar von 1525
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Von Prof. Dr. J. Loserth.

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in der Schrang; 1 20. das Amt in Bleiberg und in der Seil; 2 321. das Haus in der Neustadt, ,das von Erberstorff kauftist 1 ; 22. zwei Häuser in Grätz, eins genannt die (alte)Kanzlei 1 mit der Kapellen und eins beim Baumgarten“ ; danneine ganze Reihe von Zehenten und zerstreutem Besitz innamentlich benannten Dörfern. Erbschaften, die etwa nochhinzukämen, sollen zu gleichen Teilen geteilt werden.

Es war gewiß ein stattlicher Besitz, der an das HausStubenberg gedieh. Von diesem reichen Erbe mußte freilichschon in den ersten Zeiten manches dahingegeben werden:zuerst „die frei eigene Veste Heggenberg“, die am 18. März1442 an Friedrich von Cilli um 1300 Pfund verkauft wurde. 4 5Mit den Schaumburgern kam es zu mehrfachen v Besitz-streitigkeiten, dann wurde Schloß Gybl mit der Zupe zuLapriach und dem Amt s in der Laussergasse zu Marburg um1500 Pfund an Konrad Peßnitzer verkauft. Von großemNachteil für das Gesamthaus Stubenberg mußte es sein, daßAgnes für den Fall, daß sie oder ihre Söhne mit Tod ab-gehen sollten, den Kaiser Friedrich III. und dessen Nachfolgerzu Erben ihrer eigentümlichen Herrschaften und Lehen ein-setzte. 6 Es war das ein Schlag gegen die uralte, seit 1292schriftlich aufgerichtete Stubenbergische Erbeinigung, nachwelcher liegendes Gut stets an die männlichen Mitgliederdes Gesamthauses kommen sollte. Da Agnes beim Abschlußdes Vertrages nur einen Sohn hatte, so war der Anfall ihresgesamten Erbes an den Kaiser und dessen Erben leichtmöglich, und das Haus Stubenberg war sonach von einemschweren Verlust bedroht. Dies Vorgehen Friedrich III. istein zielbewußtes gewesen; genau von derselben Art ist seinVerhalten gegen Leutolds zweite Gemahlin: die Erbin desHauses Emerberg, Ursula. Man merkt die Tendenz, die Aus-bildung größerer Herrschaftsgebiete, deren Macht der landes-fürstlichen Gewalt gefährlich werden konnte, zu verhindern.Daß da schwere Konflikte in den adeligen Häusern entstehenmußten, liegt auf der Hand, und man versteht es, wenn

1 Schrang, Seitengraben in der Gal, sw. St. Peter. Steierm. Orts-namenbuch, 429.

2 Sella, Gegend bei Pettau.

3 Sieb unten Register A. Nr. 51.

4 Haus-, Hof- u. Staatsarch., Rep. 24, fol. 365, Apostelen, VIII, 164.

5 Chmel, Regg., 442, Mater., I, 43. Muchar, VII, 302.

6 Kop. Pap. Steierm. L.-Arch. 5838 a. Sieh Hammer-Purgstall, DieGallerin auf der Riegersburg, I, 61, Nr. 37.