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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
352
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Napoleons Rheinfahrt.

Saline b Deren Mitschöpfer vr. Engelhard forderte vom Grafen43 000 Gulden 2 und Bouqueton kam mit seinen alten Forderungen.Der Graf entschloß sich, die beiden Schuldverschreibungen seinerMutter an denselben (s. S. 328) nach derenübereilten Tod" ganzwie seine eigenen anzuerkennen und sie aus seinem Vermögen zu be-gleichen.

Graf Philipp blieb in Paris; noch konnte ja ein günstiger Augen-blick kommen, da durfte man nicht fern sein, vor allem aber war Geldnötig.?oiul ck'arZeut, poirck cko Luisse! Alle schönen Versprechungenund Räsonnements", jammerte Schaller 2,sind hier Münze außerKurs! Eine Hauptperson ist mit 1000 Louisd'or und zwei anderejede zu 500 zur gehörigen Ordnung zu bringen; wo nicht, so dürfenwir nach Hause reisen. ... Verdrießlich ist, daß man so oft mit der-gleichen Plackereien das Gouvernement plagen muß; man verliert zu-letzt seineu Kredit." Am 11. Thermidor XII. (29. Juli 1804) unter-zeichnete der Kaiser in Boulogne die Aufhebung des Sequesters ansdie gräflichen Güter im Departement Foröts Als Napoleon seineRheinfahrt unternahm und die deutschen Fürsten ihm im September1804 im goldenen Mainz huldigten, war auch Philipp unter ihnen;ihn deckte das Ansehen seines Oheims Karl Theodor, des Kurerz-kanzlers, und Cordier meintetVielleicht geschieht auch was füruns!" Napoleon sprach wiederholt mit Philipp und lud ihn zurTafel; einmal unterhielt er sich gegen eine Stunde lang mit ihmallein, zeigte sich in der Entschädigungsfrage fabelhaft bewandert underkundigte sich genau, ob der Graf alles, auch seine Waldungen, zu-rückbekommen habe, wie hoch sich der Wert der ihm zurückgegebenen Güterbelaufe usw. Er wußte, daß Philipp verschuldet sei und noch eineEntschädigung fordere, und frug ihn, wie hoch diese bewertet sei. Alsihm der Graf antwortete, mehr als eine Million Taler jährlich, riefNapoleon:Sie waren demnach sehr reich!" und Philipp entgegnete:Es ging mir nicht schlecht." Der Kaiser sprach von Regensburg

1 Brixius an Cordier, Frantfurt, 19. August 1801. (O. Nr. 5187. H.W.)

2 Korrespondenz zwischen Engelhard, Cordier und BrixiuS. (Nr. 5186. H.W.)" An Brixius, Paris, 28. August 1801. (O. blisasllausa 1801. H.W.)

< Ebenda.

° An den Hof- und Rentkammerrat I. Sommer, 21. September 1801. (Kt.Nr. 5186. H.W.)