Weitere Aussichten.
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Darmstadt und den Kurfürsten von Baden usw.) es wäre demnachder Billigkeit völlig angemessen, daß dieses Haus vermöge seines Ver-lusts entschädigt würde, und da es für diese große Nation ein Ge-ringes sei, eine Entschädigung von 5—600 000 Livres jährlicher Rentenzu verschaffen, so dürfte man desfalls nicht desesperieren; ja sogargab er zu verstehen, wegen Breisgau stünde nach aller Wahrschein-lichkeit eine Veränderung bevor, weil man dergleichen honorable Grcnz-nachbarn lieber von der Ferne sieht und weiß. Welch himmlischePerspektive!! Unser allergnüdigstcr Herr Graf Exzellenz lassen sichdas Geschäft recht sehr angelegen sein und Höchstihm allein wird dashochgräfliche Haus in der Folge ihre (sie!) politische Existenz zu ver-danken haben; Höchstsie stehen bei dem hiesigen Gouvernement in dergrößten Konsideration, besonders bei dem Ersten Konsul Bonaparte,welcher Ihn bei jedesmaliger Audienz anredet und freundlich begrüßt."Und Brixins meldetelaut Kriegers Mitteilung vom 23. Novemberhabe der Bericht Rigniers bereits den Staatsrat passiert und es seidarin beantragt, das kaiserliche Ministerium zu befragen, ob demGrafen, wie der Inhalt seines Mömoire besage, keine Entschädigungzugewiesen worden sei; würde der Wiener Hof, wie er nicht umhinkönne, die Frage verneinen, so sei die französische Negierung ent-schlossen, den Sequester von sämtlichen leycnschen Gütern puro auf-zuheben und sie als volles Eigentum dem Grafen wieder einzuräumen.
„Unter uns gesagt", gestand Krieger zu„ist unser Herr keinGeschäftsmann, kein Liebhaber davon und wird es nie werden, nichteinmal oberflächlich sucht er sich davon zu unterrichten und daherwird er auch nie Arbeit, Mühe und Verdienst zu beurteilen, nochweniger aber zu erkennen wissen." Damals lief das Gerücht um, desGrafen einzige Tochter „solle den Stiefsohn des Ersten Konsuls,Beauharnais" heiraten, den sein Stiefvater „zur französischen Königs-würde befördern" werde.
Das Jahr 1803, dem Lehenschen Hause so ungünstig, ging zuEnde, ohne daß die Aufhebung des Sequesters erfolgte. Dasneue Jahr begann mit Sturm in einem Wasserglase. Der FürstFriedrich August zu Nassau-Usingen hatte am 31. Dezember 1803
' An Schmidt, Frankfurt, 30. November 1803. (O,, c.)- An Brixins, Paris, 5. Dezember 1803. (O. Nr. 5485. H.W.)