Philipp wendet sich an den Kaiser. 323
Entschädigung ad." Dasselbe schrieb Philipp am gleichen Tage anden Grafen Trauttmansdorff Auch schrieb er 2 an den kaiserlichenwirklichen Hofrat und geheimen Reichsreferendär Peter Anton Frei-herrn von Frank, er verliere alles, empfahl 2 seine Sache dem JohannAloys Josef Reichsfreiherrn von Hügel ch dem Reichsvizekanzler GrafenLudwig Cobenzl und dem Reichshofrate von Schraut und wandte sichan Kaiser Franz II. 5. Er berief sich auf seine Vorstellung an ihnvon 1795 und fuhr fort: „Der vor dem Kriege so blühende Wohl-stand meines Hauses war großenteils das Werk der Großmut derRegierungsvorfahrer Eurer Kaiserlich Königlichen Majestät. Aller-höchstdieselben belohnten dadurch die von meinen Voreltern, besondersden drei Kurfürsten Damian Hartard, Johann und Karl Kaspar vonder Lehen gegen das Allerhöchste Reichsoberhaupt und das Durch-lauchtigste ErzHaus bezeugte treue Anhänglichkeit. Alles dieses wärevernichtiget (sie!), wenn Eure Kaiserlich Königliche Majestät nichtebenso der Schutzgott meines Hauses sein würden, wie AllerhöchstderoVorfahrer die ErHeber desselben waren 1" So war denn Brixius'Wunsch ? einer Vorstellung an den Kaiser, „um nicht vergessen zu werden",erfüllt; nun sollte Sehbert auch eine Vorstellung an Josef Bonaparte,den französischen Unterhändler von Lüneville, unter Beifügung desHauptrentenstatus erlassen. Seybert richtete auch am 1. April 1801ein Promemoria« an den „Oberkonsul" Bonaparte. Röthlein billigtedes Grafen plötzlichen Entschluß, nach Paris zu reisen, denn erglaubte s, „nur eine Verwendung in Paris und der Einfluß Rußlandskönnten Hilfe und Rettung geben"; der Aufenthalt Philipps in Pariswerde trotz aller Opfer doch größeren Vorteil bringen, „als wenn er
' Kt., e.
- Nürnberg, 21. März 1S01. (Kt., e.)
" Nürnberg, 21. März 1801. (Kt., e.)
^ Kaiserlicher Wirklicher Geheimrat, seit Anfang 1802 kaiserlicher Kommissärbei der Neichsfriedensdeputation, Konkommissär am Reichstage zu Rcgensburg.° 21. März 1801. (Kt., e.)
° Philipp betraute Fichtl mit der Absenkung an den Kaiser, die Ficht! am23. März 1801 an diesen einschickte. (Philipp an seinen Reichshofratsagcnten FranzEdlen von Fichtl, 22. März 1801. Kt., e.)
' An Cordier, Frankfurt, 22. März 1801. (O. H.W.)
° O. I. 36. ^..E.
° Röthlein an Cordier, Wien, 14. April 1801. (O. Nr. 5481. H.W.)
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