Alles umsonst.
trächtlich, als daß die Republik sie gern herausgäbe. Auch warenschgn sn den geheimen Artikeln des Friedens von Campo For-nno namentlich angeführt und ihnen bei der damals zugesagtenAbtretung der linken Seite bis an die Nette für den Verlust anGebiete und Rechten eine angemessene Entschädigung in Deutsch-land versprochen. Nur dieses kann uns auch helfen; denn bei derbloßen Zurückerhaltung der jenseitigen Domänen sind wir verloreneLeute." Der Friedensschluß erfolgte am 9. Februar 1801 und Cor-dier schrieb nun K „Wir haben den Frieden, einen traurigen Frieden.Wir kennen nun zum Teil unseren Verlust, waren ja lange genugdazu vorbereitet. Ob wir im Art. 7 oder in Art. 8 und 9 einbe-griffen sind, dieses ist noch ein Geheimnis, sowie die Frage, vonwelchen geistlichen Gütern man die Entschädigungen nehmen und wersie regulieren werde." „Wir teilen", meinte Brixius „mit anderengleiches Los. ... Die Großen mögen wohl noch ihr Interesse durchGesandte, Geld und Protektionen aus dem großen Schiffbruch retten;aber dem hochgrüflichen Hause scheint es in diesem Augenblick an solcherAuskunft zu fehlen. ..." Brixius schien es ratsam, wenn Graf Philippeine direkte Vorstellung an Kaiser Franz durch einen seiner Agentenin Wien überreichen ließe, während eine gleiche Vorstellung an einenfranzösischen Minister oder an den „Oberkonsul" gelaugen müßte.„Der Kopf schwindelt mir", schloß er, „an alle die möglichen Fälledes Ausgangs unserer Geschichte zu denken, die in keinem Betrachtgünstig sich schließen kann. Behält das hochgräfliche Haus seine Do-mänen, so werden selbige durch die französische Schätzung .. . starkbedrückt. . . . Folgt aber dagegen eine diesseitige Vergütung, so weißder Himmel, wie solche aussehen, mit welchen Pensionen, heimlichenSchulden usw. sie belastet sein wird." Graf Ferdinand Trauttmans-dorff, der damals das Auswärtige Amt in Wien leitete, versicherte dembei Graf Schönborn in Prag weilenden Grafen Philipp er werdealles für ihn tun, erachte es aber als das Beste, wenn Philipp direktan den Kaiser ein Memoire richte, dann werde Trauttmansdorff auto-risiert und könne die leyensche Sache dem Grafen Ludwig Cobenzl,
' An Brixius, Nürnberg, 24. Februar 1801. (O., e.)
- An Cordier, Franlfurt, 6. März 1801. (O. H.W.)
- Wien, 10. März 1801. (O. Nr. 5481. H.W.)