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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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Vergebliche Schritte Philipps.

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März 1796 in Regensburg, voll Rücksicht gegen sie war; seine Mutterschrieb ihm aberWage nichts für den Kredit oder Mißkredit desHerrn Lips; ich fürchte sehr, er werde nie Vernunft annehmen unddie Unordnung in seinen Angelegenheiten werde ihn und die Seinennoch in eine peinliche Lage hineinziehen; seine Mutter schreibt mirauch, um ihm das Aufnehmen einiger tausend Gulden zu verschaffen;so gern ich ihr aber gefällig wäre, wage ich diese Summe nicht daran.Unsere Zukunft ist zu uugewiß."

Durch Cromm, ein Mitglied der früheren Aachener Zentral-verwaltung (s. S. 312), richtete ^ Philipp am 20. August 1796 einMemoire an den Bürger Poissant, Regierungskommissar in den erobertenLändern zwischen Maas und Rhein, in dem er sich beschwerte, trotzaller Hinneigung zu Frankreich und aller Opfer schlechter als Frank-reichs Feinde behandelt zu werden; er berief sich auf Schritte, die erbei dem Volksrepräsentanten Meynard in Aachen getan und die ihmgroße Summen gekostet, behauptete, weder Emigrant noch Reichsstandzu sein, nie eine Stimme am Reichstage gehabt und nie Kontingentbezahlt zu haben, und beanspruchte keiue Herrschaftsrechte, sondern nursein Privateigentum von Poissant und vom Pariser Direktorium.Poissant und der Generaldirektor Bruncau taten nichts für ihn,Cromm ging nach Paris, um Philipps Behauptungen zu beweisen;doch fand Hofkammerrat Brixins in seiner Darstellung manches an-fechtbar, z. B. daß Philipp kein Reichskontingeut gestellt habe. Bru-neau verfügte auf das Memoire hin am 21. Fruktidor IV. (6. Sep-tember) 2, Philipp sei Reichsstand und habe Stimme am Reichstage,das Direktorium habe alle Güter der Emigranten und Adeligen am28. Floxal (17. Mai 1796) dem Generaldirektor der Regie über-wiesen, und somit sollten die Domäneneinnehmer die gräflichen Gütersofort zur Verwaltung an sich ziehen und seine Beamten sich jederFunktion enthalten. Cromm entgegnete in einem tags darauf er-folgenden Memoire der Graf habe am linken Nheinufer kein reichs-unmittelbares Gut mit Sitz und Stimme am Reichstage, er sei hierlediglich Privatmann, denn sein einziges reichsunmittelbares Eigentummit Reichsstandschaft sei rechts des Rheins Hohengeroldseck im schwä-

> 26. August 17S6. (O. H.H.)

- K. Nr. 5406. H.W.

- K. HW. < 7 September 1796. (K., c.)