Revolutionäre Bewegungen. 297
Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts waren die Kohlen-bergwerke von St. Ingbert Eigentum der Grafen von der Lehen, dieschon 1656 von dort eine Rente hatten) auch der große Wald daselbstgehörte ihnen, wie die Gemeinde am 3. Februar 1791 Mariannenzugestand Die Untertanen durften ihre Kohlen, das Fuder für zweiGulden, seit 1787 für fünfzehn Kreuzer mehr, aus den Kohlengrubenholen 2, was lediglich Gnadenakt war Die Gruben waren seit 1770an Wilhelm Falk verpachtet.
Die Korrespondenz der Vormündern: berührt sehr oft Geldfragen;ihr Metzer Vertrauensmann, Franyois Andrö Bouqueton H mußimmer Geld beschaffen. Im Jahre 1787 beglückwünschte er Mariannezur Koadjutorwahl ihres Bruders Karl Theodor in Mainz „Er istein Ehrenmann und ein großes Genie, der die Wonne seiner Unter-tanen ausmachen wird."
§ 2. Die Revolution.
Am 17. Juni 1789 berichtete" Bouqueton der Gräfin von einerGetreiderevolte in Metz, wo der Gouverneur von Lothringen, Marquisde BouM, durch seine Umsicht Schlimmeres verhütete. Durch dietolle Nacht des 4. August kamen auch im Lehenschcn, so weit es unterFrankreichs Einfluß stand, alle Lehen, Zehnten, Fronden und Vor-rechte in Wegfall) vom Freiheitstaumel angesteckt, erlaubten sich dieUntertanen im Oberamte Blieskastel aufzubegehren und Marianne riefKaiser Josef II. um Hilfe au. Josef ließ durch das Reichskammcr-gericht am 26. September ein „kaiserliches inunckawin. auxiliatoriurnst protsotorinirr sine olansnln" wider die Gemeinden St. Ingbert,Uttweiler, Alt-Altheim, Neu-Althcim und Gailbach nach Mannheim„insinuieren", weil der Kurfürst von der Pfalz kreisausschreibender
' Denkschrift für Erwin Fürst von der Leycn. Zweibrücken 1846. (H.W.)2 Dekret de? Grafen Franz Karl, 25. Februar 1767.
^ Ganz unrichtig stellte die Gemeinde St. Ingbert 1843 die Gnade als ihr Rechtdar. 28. L.relü?o cko In ?rökeeturs cku Departement cko la Karre. K.S.
^ Bouqueton war kurpsälzischer Ballcttdirektor gewesen und hatte von dort600 Gulden Pension.
b Metz, 8. April 1787. (O. H.W.)
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