Vertrag mit Frankreich.
1781 i schlössen Konrad Alexandre Görard, Staatsrat und General-kommissar der Grenzen, für Frankreich und Philipp von Dörings,gräflicher Kanzleidirektor und Geheimrat, für Lehen den VersaillerGrenz- und Tauschvertrag ab, der Lehen wenig günstig war. DerGraf von der Lehen trat die in Lothringen enklavierten Dörfer Wölfer-dingen, Wustwciler, Freymengen, Blieseschweyer, Bliesbrücken unterWahrung seines Privateigentums an Frankreich ab und erhielt dafürdie Dörfer Kleinblittersdorf und Auersmachern rechts der Saar, Alt-Altheim, Neu-Altheim, Niedergailbach mit dem Ertzental, Uttweilcr,Bliesmengen mit Bliesbolchen, die volle Souveränität in Herrschaftund Meierei Obcrkirch usw. In der ganzen Verhandlung betrachteteder König den Grafen für seinen linksrheinischen Besitz als Reichs-stand, mit dem er unmittelbar verhandelte. Die leyensche Negierunghat dies staats- und völkerrechtlich stets betont, so im Mömoire desHofrats Cordier an Laforest Fischerei- und andere Rechte in Saarund Blies wurden genauestens abgegrenzt Z aus dem Vertrage er-gaben sich noch lange diplomatische Erörterungen zumal wegen desSalzhandels °. „Als Beweis besonderen Wohlwollens" bewilligte"Ludwig XVI. der Gräfin-Vormünderin Marianne am 22. August 1782eine lebenslängliche Pension von 8000 Frank, zahlbar auf das Aus-wärtige Amt vom I .Juli 1782 an. Marianne und ihr Sohn suchtenLudwigs besondere Protektion; Graf Philipp sollte sich unter Prinz MaxJosef von Pfalz-Zweibrücken in dessen Regiment RoM VIsaak fürLudwigs Dienst einschulen, kam 1783 nach Straßburg zu ihm, erhieltden Rang eines Kapitäns, mußte aber Familienrücksichten halber schon1786 wieder abgehen. Für ihre ältere Tochter Charlotte erwirkteMarianne 1782 den Eintritt ins Damenstift zu Remiremont undLudwig XVI. schickte ihr selbst sein Porträt in einem Diamantmedaillonvon 7—8000 Frank Wert.
° Reuß, Tcutsche StaatScanzlci, Bd. 3; G. F. von Martens, Leoueiläss xrineixaux traites ä'XIianes, äs Laix, äs Vrsvs, äs Mutralitö eis. äepuis1761 sasgu'ä xressnt, Bd. 2. Göttingen 1791. Gerard an Gras Vergennes, Staats-sekretär des Äußeren, Straßburg, 26. September 1781. O. I. 3S. XU.
^ Auch kurkölnischer Wirklicher Geheiinrat, kurtrierischer Hofrat.
^ Regensburg, 20. November 1802. (O. V. 36. XL.)
< S., 2372. Nr. 201 und 3052. XN.
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