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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
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Blieskastel. Die Herren von der Leyen.

Johann II. den Alten von der Leyen (1435 bis 1451), WernersSohn, mit Schloß Kaltenborn; 1447 kaufte Johann von den Grafenvon Virneburg das Gericht zu Kalenborn und Eppenberg, Dörfer beiKaisersesch; mit Eva von Wiltz erheiratete er die Herrschaft Hartel-ftein, die seine einzige Tochter an ihren Gemahl, Philipp von Schönen-bnrg, brachte. Johanns II. Brüder waren Georg I. (II.), Simonund Kuno. Simon war vom Juni 1491 bis April 1512 Abt zuLaach; Kuno gründete eine Linie, die 1625 erlosch. Georg I. gründetedie ältere noch blühende Hauptlinie. Er heiratete 1456 Eva, die ein-zige Tochter des reichsten Mannes im Westrich, des Simon vonMauchenheim aus Zweibrücken, und der Eva von Schöneck; sie brachteihm ihren Anteil an der Herrschaft Olbrück und Saffig mit.

Ein Leyen ^ erhielt ^ von Kurtrier Beste und Burg Blieskastel(oastellunr ack Hierin) im Westrich (Bliesgau) zu Lehen und erbautedie Ritterburg ans das Norgebirg auf der Blies samt dem trierischenHaus in demselben Schloß von neuem". Simon von Mauchenheimzog dann als Belehnter in die Burg, ihn beerbte seine Tochter Eva,Gemahlin Georgs I. von der Leyen (s. o.). 1479 belehnte letzterender Kurfürst Johann II. von Trier mit Lehen in Nikenich, Mayenund Covern und 1486 bezog Georg mit der Familie Heringen dieBurg Blieskastel er erwarb auch das zweite Burghaus resp. trierischeAmtshaus und kaufte von Jakob Friedrich von Eltz den dritten Burg-teil. Er starb 1509, Eva 1515. Von ihren Söhnen wurde Barchel I.Herr zu Olbrück, Adendorf und Saffig, 1529 kurkölnischer Kanzlerund 1512 mit der Herrschaft (Herrlichkeit) Saffig beliehen Barchel(f 1529) heiratete Katharina von Palland, Erbin von Mobach. SeinSohn Johann, 1526 geboren, wurde als Kurfürst-ErzbischofJohann VI. von Trier am 25. April 1556 inthronisiert. Erberief die Jesuiten nach Trier, um die Reformation zu unterdrücken.

^ Er wird als Peter angeführt.

- Wahrscheinlich 1472.

° Archiv der Grafschaft Leyen. Fasz. V. (K.S.). Seit 1087 hatte BlieskastelGrafen, seit 1334 war es kurtrierisch. Wilhelm Eugen Schultz, Der Bliesgau.Zweibrücken 1838; E. Krieger, Pfarrbcschreibung von St. Ingbert, 18661895;Die Baudenkmale in der Pfalz. Bd. 3. Ludwigshafeu 1893/94.

^ Rheinischer Antiquarius (s. o.). Mittelrhein. III. Abteilung. Bd. 12.Koblenz 1865.