Anhang. 271.
Salons, gebrauche sie aber mit Vorsicht. Wäre ich aber bei Dir, sowürde ich alles dies sehr leicht ordnen. Seit zwei Tagen aß ich weder °frühe noch abends. Gib mir von Ernst Nachricht. Friedrich.
II. Briefe Anmliens an Friedrich, «ach feinem Todein seinen Taschen gefunden.
(Ins Deutsche übersetzt.)
1.
Am 24. Floxal (13. Mai).
„Sei nicht in Unruhe, lieber Friedrich, über ein Wort, das mir inAugenblicken des Kummers entschlüpft. Obwohl der Zustand der Freiheitin den Augen vieler Leute dem Deinigen vorzuziehen ist, so glaube, daßder meinige vielleicht schwerer zu ertragen ist als der Deine. Ihr seidMehrere, könnt miteinander sprechen, einander trösten; ich aber binschrecklichen Gedanken Preisgegeben und kann mich niemand anvertrauen.Die Hoffnung, Deine und meine Sklaverei enden zu sehen, hält michaufrecht, aber ach! nichts hellt sich auf. Ich bin recht froh, daß Alex. . . .Dir nicht viel Unruhe bereitet. . . . Dies erleichtert meinen Kummer sehr.Adieu, geliebtefter Bruder! Amalie.
Drehe um.
Auf der Rückseite steht:
„Sei morgen nicht in Unruhe, wenn Du erst spät von mir erfährst."
2.
Am 15. Prairial (4. Juni).
Sei über den Neffen nicht in Unruhe, lieber Friedrich; er ist ge-nesen, er hat gestern den ganzen Tag gespielt und kein Fieber mehr ge-habt, ich aber hatte es dagegen ziemlich arg, ich kann es nicht los werden,das liegt an der Zeit und mehr noch an den Wohnungen: ich beschwöreDich, beruhige Dich, laß Dich nicht in einer gewissen Aufregung inWort und Schrift gehen, denn ich habe die Gewißheit, daß dies unseregemeinsame Langeweile verlängert hat. Das Wort Grausamkeit inDeinem gestrigen Billett ist mir schon wiedergesagt worden. Klugheitaus Freundschaft für Deine Amalie, die nur für Dich lebt! Adieu,,mein Freund. Klugheit vor allem! Amalie."