Friedrich IV.
Freundin „glückliche Folgen nicht nur für eine Vergrößerung an Ge-biet und Einkünften, sondern auch für ein solides militärisches Eta-blissement" erhoffen ließe; doch hätte er vorgezogen, wenn der Fürstseine Studien in Fontainebleau fortgesetzt hätte. Friedrich entschieddie Sache, indem er nach zehn Monaten der Schule entlief. Es galt,neuen Torheiten vorzubeugen, „ruou xstit b'rit,?" schien ganz zu solchenangetan V Zwackh beschaffte Geld — die Reisen Friedrichs kostetenvom 1. Januar bis 18. Mai 1807 bereits 11000 Gulden - — undam 18. Mai reiste Friedrich nach Warschau ab, wo er Unterleutnantim 10. Husarcnregimente und bald Ordonnanzoffizier bei Napoleonwurde 3. Der Achtzehnjährige zeigte im Treffen bei Heilsberg undin der Schlacht bei Friedland Unerschrockenheit, gewann NapoleonsZuneigung und erhielt Missionen, „die dem Mute eines alten Kriegersgeschmeichelt hätten". Dem Fürstenprimas Karl Theodor stellte Amalievor 4, wie ungünstig die Nheinbundsakte für ihren Neffen sei und wiesie ihm die Hoffnung auf das reiche rheingräsliche Erbe nehme, wieauch Berg, dem dies Erbe unterstellt worden, die 1803 Salm-Kyrbnrgzugebilligte ewige Rente von 11000 Gulden nicht zahle; sie bat KarlTheodor, bei Napoleon für Friedrichs Entschädigung zu wirken, undbehauptete in einer Note, ihm fehlten 170 000 Gulden Jahresersatz.Napoleon aber begnügte sich damit, ihr am Z .Oktober 1807 zu sagendsie möge für Salm und Hohenzollern unbesorgt sein, man schwatzegar vieles, an das er nicht denke!
Salm-Salm war mit der Bundesakte ebenfalls unzufrieden, dennKonstantin verlor in seinem Anteil an der Horstmarschen Jahresrentefast i/z seiner Entschädigung. Er bediente sich der Vermittlung seinesErbprinzen Florentin, der bei König Jöröme von Westfalen Adjutantgeworden war, um von der kaiserlichen Regierung Lingen, Tecklen-
^ Amalie an Zwackh, Mainz, 11., 14. und 17. Januar, 20. März 1807.(O., e.)
' ZA.
^ Brief des Großstallmeisters Generals Canlaincourt an Friedrich, SchloßFinkenstein, 30. Mai 1807 (O.), und Handschriftliche Haus - Chronika der FürstenSalm-Kyrbnrg. S.K.
« 24. August 1807. (O. M 57. L..L.)
° Amalie an Zwackh, Fontainebleau, 7 Oktober 1807 (O. Z.A.); Zwackh anFürst Wilhelm zu Solms-Braunfels, Wetzlar, 15. Oltobcr 1807. (O. S.B.)