Brief Konstantins an das französische Ministerium.
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„Herr Minister! Ich beehre mich, Eurer Exzellenz die offizielleAusfertigung der Verfügung zuzusenden, welche die Aufhebung desSequesters auf meine Güter im ehemaligen Belgien verfügt und dieSie freundlichst dem Herrn Bel, meinem Geschäftsträger, am 15. Mes-sidor XII. i mit meinem untenfolgenden Verzichte, wie derselbe durchArtikel 3 besagten Dekrets gefordert wurde, zugehen ließen) ich bittenun, diese Ausfertigung des Kaisers Majestät zu unterbreiten und dienötigen Befehle zu erwirken, damit ich rasch in den Wiederbesitz be-sagter Güter eintrete. Ich verhehle Ihnen, Herr Minister, jedochnicht, daß die unerwarteten Beschränkungen dieser Sequesteraufhebnngund der Verzicht, den ich leisten mußte, mich um so stärker betroffenhaben, als erstere, bei Belassung ungeheurer Zinsrückstände zu meinerLast, einen großen Teil besagter Güter absorbieren werden und derVerzicht mich um meine Güter in den früheren Provinzen Lothringenund Champagne betrügt, auf deren Restitution ich durch den Artikel 10des Lüneviller Friedens ein Recht erlangt zu haben glaubte. Ichschmeichelte mir bei der Gerechtigkeit der Regierung, daß die offen-kundige große Unzulänglichkeit der mir im ehemaligen Bistum Münsterfür meine immediaten linksrheinischen Lande zugewiesenen Entschädigungsie bestimmen würde, meine Besitzungen im früheren Belgien und imalten Frankreich mir um so vollständiger wiederzugeben. Im Gegen-teile aber ersehe ich mit tiefstem Schmerze, daß die unermeßlichenVerluste meines Hauses während des letzten Krieges, vor denen seinealte Ergebenheit an Frankreich, ein feierlicher Neutralitätsvcrtrag mitFrankreich und sein maßvolles Verhalten während der Revolution eshätten schützen müssen, durch die in Rede stehende Verfügung nocherschwert werden. In der erdrückenden Lage, in die mein Haus herab-gebracht worden ist, bleibt mir nur noch die einzige Hoffnung, SeineKaiserliche Majestät, deren hochherzigen Schutz so viel andere Neichs-stände erfuhren und die auch ich inständig anflehe, möge auch dieAufhebung des Sequesters auf meine Güter im früheren Lothringenund Champagne gnädigst befehlen und meinem Hause außerdem einenEntschüdigungszuwachs im Reiche verschaffen, sobald sich hierzu Ge-legenheit bietet. . . .
Konstantin, regierender Fürst und Rheiugraf zu Salm-Salm."
i 3 Juli 1804.
Klein sch midt, Arenberg usw. 13