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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
163
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Fürst Konstantin.

in Paris bei dem Bürger Julliet eingetroffen waren, ließ die Polizeisie am 24. Pluviüse als Kriegsgefangene in das Dreneuxsche Haus ander Rue Provence überführen; sie solltenmit aller Humanität undRücksicht, die man ihnen schulde", behandelt werden unddie Wir-kung der Generosität empfinden, welche die französische Nation charak-terisiere". Im Namen des Wohlfahrtsausschusses verfügte Merlinde Douai am 23. Pluviüse, daß ihnen der Gehalt, den sie bei An-tritt der Haft besaßen, von da an bezahlt werde; es wurden ihnenBequemlichkeiten gewährt, und ihre Haft dauerte nicht lange Schonam 15. März 1795 bat Konstantin aus Meinberg 2 den FürstenFriedrich Wilhelm zn Nassau-Weilburg, an den er Noöl sandte, ihmin seiner Not zu helfen, dadie außerordentlichen Hilfsmittel", dieer brauche, hauptsächlich in dessen Vermögen lägen. Die Antwortaus Weilburg war sehr freundlich 2.

Am 28. Mai 1795 erklärte Salm-Salm am Reichsfürstenrate, dasfürstlich rhcingräfliche Haus seinowris" unvermögend, bei seiner Not-lage zum Reichskricge beizutragen, halte aber die Bewilligung von wenig-stens 50 Römermouaten für eine absolute Notwendigkeit^; am 22.Januar1796 erklärte Salm-Salm ebenda °, der Reichstag müsse mindestens100 Römermonate bewilligen, der Fürst könne leider, durch die Beraubungaller Mittel dazu entblößt,nur die Sprache eines wahrhaft patriotischenReichsstaudes führen". Seit 1794 waren auch das Herzogtum Hoog-straeten mit Schloß, das Hotel in Antwerpen und Alost beschlagnahmt,alle (mit Salm-Khrburg und Rheingrafen) gemeinschaftlichen und allebesonderen Besitzungen im Hunsrück usw. verloren, dazu Loon-op-Zand

^ O. 1. 56. Laim. L..L. z Lovtion ackwiniotrativs. (lots ?. 7. 4775 >2.

- O. III. Fasz. I. 3 und Fasz. II. 3. N.W.

^ 27. Mai 1795. Kl, e. Salm-salmische Ansprüche an die gräflich hachenburgischeErbschaft waren durch Vergleich vom 16. Sept. I7L8 befriedigt worden, indem Salm-Salm unter besonderem Fideikommißverbande 160 000 Gulden Kapital erhielt, das es Neu-jahr 1789 bei der kurtrierischen Hofkammer gegen 3 Prozent Zinsen auf zehn Jahre an-legte. Mit Erlaubnis Nassaus und Triers nahm Konstantin 17951797 6V 000 Guldenzu 6 Prozent auf die 100000 auf und wies darauf die trierischcn Zinsen als Deckungan; als aber die trierische Hofkammcr 1797 mit der pünktlichen Zinszahlung auf-hörte, mußte Konstantin die Zinsen für die 60 000 Gulden trotz seiner Geldnot selbst zahlen,und es kam bis 1799 wiederholt zu Unterhandlungen mit Trier und Nassau. (O. u. K., e.)

^ Gedruckt. Kasten blau. 375/8. 1795. 1796. G.St.Mn.

^ Gedruckt, e.

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