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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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161
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Verhandlungen um die Vormundschaft.

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Der Reichskammerrichter, Rheingraf zu Salm-Grumbach, unter-stützte i als kaiserlicher Debitkommissar neben dem in England befind-lichen Fürsten zu Salm-Salm Moritzens Wunsch, um so mehr, alsim Kyrburger Lande alles seit Monaten daniederlag 2. Moritz teilte demKaiser Friedrichs Hinrichtung mit 2, erklärte, seinen Tod unter denWaffen rächen zu wollen, bat um die kaiserliche Bestätigung seiner Vor-mundschaft und meinte, sein Neffe würde am besten bei seinem Oheim,dem Fürsten Hohenzollern, in Sigmaringen aufgehoben sein; er selbststehe im Kriegsdienst und könne die Erziehung nicht leiten; er wollemit Zwackh ^ die Finanz- und Debitverwaltung unter kaiserlicher Ober-aufsicht führen. Er hatte gehört 5, daß sein Bruder in Artois allesverkauft hatte und daß auf seinen Gütern in Hennegau, Brabant usw.mehr Schulden lasteten, als sie wert waren; ihm selbst gebrach esstets an Geld. Auch in Kirn wünschte man seine Regentschaft st under erklärte dem Kaiser st alles tun zu wollen, um die Rettung seinesNeffen aus Paris zu erwirken. Erbittert über den unglücklichen Feld-zug und den Rückzug der Österreicher auf das rechte Rheinufer, schriebMoritz an ZwackhEin gutes warmes Zimmer in Neuwied wird ihnenweit besser behagen als die Kanone, von der sie ihrem Schwur ge-mäß nur noch Gebrauch machen werden, um das Zeichen zum Rück-zug zu geben."

Das Rcichskammergericht befahl als Obervormundschaftsbehörde,der minderjährige Fürst solle seine Allodialerbschaft nicht antreten,die nun den Gläubigern verblieb, solle vielmehr nur in den deutschen

1 An Franz II.. Wetzlar, 20. Juni 1794. (Kt. Z.A.)

- Moritz an Franz II.. Neuwied, 25. Juni 1794 ;Kt., e.); Moritz an Zwackh,Neuwied, 28. Juni 1794 ^O., e.).

^ K., undatiert, e.

^ Zwackh wurde vom Reichskammergerichte 1794 zum Vormnndschaftsrate fürden kleinen Friedrich IV ernannt.

° Moritz an Zwackh, Neuwied, 22. September 1794. (O. Z.A.)

° Bittschrift an den Reichskammerrichter, den Rheingrafen, Kirn, 24. September1794. (O., e.)

7. Oktober 1794. <Kt., e.) Es wurde über die Freigabe des jungen Fürstenzwischen Bacher, dem französischen ersten Gesandtschastssekretär in der Schweiz, unddem Baseler Kaufmanne Nikolaus Preiswerck, Korrespondenten des Bankhauses Ge-brüder Bethmann in Frankfurt, verhandelt, doch nichts erzielt. (Z.A)

" Weilburg, 24. Oktober 1794. (O. Z.A.)

Kleinschmidt, Arenberg usw. 11