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Ein Pasquill.
gcgen Friedrichs Tyrannei, angriff, erklärten die Deputierten ihr Vertrauenzu demselben und zu der fürstlichen Beamtung und ihren Wunsch, guteDeutsche zu bleiben. Obwohl Hofmann sie Esel nannte und Merlinden Säbel zog, mußten „die Neufranken" mit langer Nase nach Mainzabziehen, und die Verfügung des Reichskammergerichts vom 10. Januarblieb in Kraft
Machten französische Abteilungen Überfälle auf kyrburgische Orte,so trieben die Bauern sie mit blutigen Köpfen heim, auf dem Hunsrückund anderwärts mußten sie freilich manche Lieferungen leisten 2; daßdie Franzosen von der Begeisterung der Kirner für Friedrich undFrankreich fabelten änderte an der Tatsache nichts. Den Anhängerndes Neufrankentums aber wollte der anonyme Autor von „Die Jako-biner in Teutschland" „die Larve herunterreißen", und er nannteSchieß, „den Schandbuben, den Majestätsschändcr", als Verfassereines sehr merkwürdigen Pasquills von dem wir einige Strophenwiedergeben wollen.
„O pfui! Herr Kaiser, schäm' er sichMit seinen Kinderpossen!
Macht seine SchildgenossenUnd sich ja lächerlich;
Folgt da in tollem WahneDes Helden Manchas Fahne,
Und greift wie dieser EhrenmannMit alten rost'gen WaffenRespect sich zn verschaffenDen Niesen Freiheit an.
O sei er klug! der PlunderIst innrb, wie — schwarzer Zunder. ...
Er Franz aus Volkes Gnad ernannt,Gespenst im tentschen Staate,
Hanswurst im Neichsornate,
Macht männiglich bekannt:
Daß er zu Nutz und EhreDes tentschen Reichs erkläre:Wie Ncichs-Hcrkominenswidrig sei,Daß man zur FürstenplageDen Unterthanen sage:
Die Völker seien frei,
Und ohne Scheu zu lehren,ReichSnsxnm zu zerstören.
Weil aber diesen HochverrathDie Freiheitsfreund' begangenUnd gar sich unterfangen,Zu lehren, daß dem Staat,Wo ein Despot befehle,Das Bölkerglück noch fehle;
i Weinmannsche Altertumssammlung, s. o.
^ Aufzeichnungen von Peter Schäfer in Branweiler, Peter Buch in Kollenbachund Pfarrer Fr. L. Ncttig in Schlierscheid. Ebenda.
° z. B. im „Slraßburger Courier" vom 21. März 1793, in „Die Jakobinerin Teutschland".
^ „Grimasse des heil, römischen Reichs. Eine Epistel an Franz Habsburg,den letzten tentschen Kaiser, von G. S p. Mainz 1793 im 2. Jahre der