Friedrich als Revolutionär.
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lichc Meinung irrezuführen und ließ einen dahin abzielenden Brievom 16. Dezember in französische Kölner Zeitungen und in GirtannersAnnalcn einrücken Z in einem Erlasse vom 19. Dezember in gleicherAbsicht unterschrieb er sich 2 „Friedrich, durch den ausdrücklichenWillen meiner Mitbürger Fürst von Salm-Kyrburg".
An diesem 19. Dezember ermahnte Zwackh als kyrburgischerGeheimrat, Lehensdirektor des rheingräflichen Gesamthauses und kaiser-licher Subdelegatus in einer gedruckten Aufforderung ^ aus Wetzlaralle rheingräflichen Untertanen zur Treue an Kaiser, Reich und recht-müßiger Lehens- und Landesherrschast, auf daß sie sich ja nicht durchFriedrich „und seine verächtlichen Helferund durch gedungenefranzösische Emissäre verführen ließen. Friedrich besuchte Custinewiederholt in Mainz, unter seiner Ägide ließ er im Januar 1793 dieKirner Piaristen ausplündern und ihre Vorsteher nach Mainz in Haftbringen; während das Neichskammergcricht Friedrichs Verfügungenvom 14. Dezember (s. S. 150) für ungültig erklärte 2 und den HofratSchieß wiederum kassierte und auswies, erließ Schieß schnöde Erlassegegen Zwackh und als die fürstliche Regierung am 28. Januar 1793die Verfügung des Neichskammergerichts vom 10. Januar den ver-sammelten Deputierten eröffnen wollte, stürmten die tags zuvor inKirn eingetroffenen Konventskommissare sowie der Mainzer Universitüts-professor Andreas Joseph Hofmann, einer der tollsten Revolutionäre,und der Oberst Scheglinskh, hinter dem 500 französische Soldatenstanden, herein. Der Konventskommiffar Merlin de Thionville schimpfte,was niemand verstand, über den „Despotismus" des Neichskammer-gerichts und der Negierung und forderte Widerruf von Zwackhs War-nung vom 19. Dezember, Hofmann hielt eine Pauke über die Zuge-ständnisse des Fürsten Friedrich und über den Segen der französischenVerfassung; als er aber das Reichskammergericht, den einzigen Schutz
- S.K.
" Die Jakobiner in Teutschland, s. 0.
" Ebenda.
^ Hofrat Gottfried Schieß, den die Reichsgerichte oft bestraft hatten, der abgesetztund ausgewiesen worden war, schmeichelte Friedrichs Eitelkeit in plumpster Weise,z. B. in einem Briefe vom 6. Februar 1792 (O. Stadtarchiv in Kirn); Friedrichhatte ihn trotz Verbots des Neichskammergerichts wieder als Hosrat eingesetzt.
° 10. Januar 1793. Weinmannsche Altertumssammlung.
° z. B. 27. Januar 1793.