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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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Reklamationen Arenbergs.

Buch der belgischen Schuld eingetragen sei und auf Recklinghausenhaften bleibe. Dudon fand die Reklamationen des Herzogs unstatt-haft. In einem Memoire widerlegte Prinz August von Arenbergdiese Ansicht; er schickte es als Beilage einer Note, die er am 21. Mai1816 über die rückständigen Renten seines Neffen, des Herzogs ProsperLudwig, einreichte, an den Konseilpräsidenten Herzog von Richelieu,appellierte in einem Briefe ^ an dessen offen ausgesprochenes Billig-keitsgefühl, rief das Prinzip der Gerechtigkeit an, erinnerte ihn anseine Worte vor den Kammern,die Herr Dudon allein vergessen zuwollen scheine", und bat,dem Herzoge endlich die Gerechtigkeit zuverschaffen, die er seit so lange erfolglos reklamiere". Richelieu machtehierauf dem Prinzen die Positivsten Versprechungen wegen der rück-ständigen Gelder Versprechungen, die Stock in Widerspruch mit denAngeboten der französischen Liquidationskommissare zu stehen schienen.In einer Sitzung vom 29. Juni 1816 trugen diese Kommissare dievon den hannöverschen eingereichte Forderung vor, es solle dem Her-zoge von Arenberg die Summe von 402 000 Frank als dreijährigerRückstand der Rente von 134000 Frank gezahlt werden. Schließ-lich stimmten die hannöverschen Kommissare zu, für alle Ansprüchewurden 402 000 Frank bestimmt, und auf diese erhielt der Herzogeine jährliche Rente von 20 492 Frank 77 Centimes, eingetragen indas Große Buch der öffentlichen Schuld Frankreichs s. Der Ober-präsident von Westfalen, Vincke, riet dem Domäneninspektor GeorgPeter Landschütz am 26. Juli 1816 Z der Herzog solle den Rück-stand bei der preußischen Hauptliquidationskommission fordern; Land-schütz meintetMan sucht, wie es mir scheinen will, das herzoglicheHaus nur herumzuführen, um während der Zeit, als es hinsichtlichseiner Rente nicht fertig werden kann, . . . durch Überstülpungen inZeit und Materie einige Tathandlungen hervorzuzwängen, aus denen

^ Paris, 15. Juni 1316. (Kt. Karton 3. Serie 2. Fasz. 6, e.)

- Paris, 29. Juni 1816. (O., e.)

° Die Zinsberechnung vom 20. November 1815 bis 22. März 1816 ergab zu4 Prozent 5374 Frank 68 Centimes. (Kopie des Protokolls vom 29. Juni 1816,unterzeichnet von Dudon, Colonia und Schiaffino für Frankreich und Rumann fürHannover. Ebenda.) Im Bordcrau der definitiv festgesetzten Liquidation, Paris,9. Juli 1816, stehen dieselben Zahlen.

^ Münster. (K. Recklinghausen. Herzogliches Haus. Vol. II. Nr. 2. A.B.)

° An Daniels, Recklinghausen, 1. August 1816. (K., c.)