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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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101
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Noten von Schmauß. 101

daß die deutschen Staaten unabhängig und durch einen Bund mit-einander vereinigt werden sollten. Auf diese zum Vorteile aller deut-schen Reichsstände ohne Unterschied bedungene Unabhängigkeit hat alsodas herzoglich arenbergische Haus den gerechtesten Anspruch zu machen,"Trotzdem, so fuhr Schmauß fort, gelang es ihm nicht, auf seine Notenvom 15. Januar (f. S. 98), 28. Februar (s, S. 100), 30. März(s. S. 100) und 12. April (s. S. 100) 1815 entsprechende Resolutionzu finden, vielmehr erging der obige Erlaß (s. S. 98) der preußischenRegierung in Münster; Schmauß bitte nun, gestützt auf den 6. Ar-tikel des Pariser Friedens, seine heutige Note zur Kenntnis FriedrichWilhelms III. zu bringen,alle in dem herzoglich arenbergischen Ge-biet gegen die dürren Worte des erstbesagten Friedensartikels unter-nommenen Verfügungen aufzuheben und das herzogliche Haus Aren-berg in seine auf Friedens- und Reichsdeputations-Schlüsse gegrün-deten Rechte nach der früher angezeigten Weise wieder einzusetzen".Humboldt erwiderte Schmauß st die Beschwerde wegen der Organi-sierung des Justizwesens sei schon durch abstellende Verfügungen er-ledigt, und fuhr fort:Überhaupt dürfen Sie Sich überzeugt halten,daß das herzoglich arenbergische Haus sich unter Preußen aller der-jenigen Rechte zu erfreuen haben wird, welche in der künftigen Bundes-akte den mit demselben in gleicher Kategorie stehenden Häusern werdenzugesichert werden, und daß Preußen selbst, so wie es bereits die Be-weise davon gegeben hat, bemüht sein wird, diese Verhältnisse aufeine das Recht zugunsten dieser Häuser sicherstellende Weise zu be-stimmen." In einer Note - behielt hierauf Schmauß dem herzoglichenHause alle vorigen Landeshoheitsrcchte, gegen alle ihnen zuwider-strebenden Verfügungen, feierlich auf ewig vor. Die Mediatisiertenwaren in wenig rosiger Laune, und Graf Friedrich zu Solms-Lau-bach schrieb dem Fürsten Wilhelm zu Solms-Braunfels st dem derganze Wiener Kongreß im Magen lag:Die mageren Humboldtschen14 Artikel sind etwas fetter, indes nicht fett genug geworden usw.Wir wollen nicht Untertauen, wir wollen Schutzverwandte werden,

' Wim, 25. April 1815 (Kt. Rsx. VI. Nr. 83. G.St.B.): Wien, 1. Mai1815 (Akten des Wiener Kongresses. Bd. 6. Erlangen 1816).

° Wien, S. Mai 1815. (Akten, Bd. 4, s. o.)

° Laubach, 18. Mai 1815 (O. S.B.). Fürst Wilhelm fand ebenfalls die14 Artikel recht mager. (Braunfels, 24. Mai 1815, an Laubach. Kt., e.)