Schmauß von Livonegg und Stein. !)1
Ihm nicht mißfallen. . . . Übrigens betrifft der Sequester mich nurfür die Vergangenheit: ich habe meinem Vater alle Rechte abgetreten,die er kraft der Konvention von Regensbnrg von 1803 hatte unddie er unter der vorigen Regierung, mir zu überlassen, gezwungenwar".
Hätte der Herzog Prosper, so äußerte Schmauß zur Zeit, wodie alliierten Truppen das Amt Meppen und Best Recklinghansen1813 besetzten, nach dem Beispiel aller Nheinbundsfürsten außer Salni,Isenburg und Lehen sich zur großen Allianz erklärt und einen Allianz-traktat geschlossen, so wäre er gewiß wie sie behandelt worden. Dochwar dies bei seiner Abwesenheit und den besonderen Verhältnissen„eine platte Unmöglichkeit"; wäre er selbst in Deutschland gewesen,so würde auf seinen Anschluß an die Alliierten hin sofort die Konfis-kation all seiner und seines Vaters Güter in Frankreich erfolgt sein.Schmauß sprach Stein persönlich, der zur Kommission der Bevoll-mächtigten Preußens, Österreichs, Nußlands und Schwedens nachFrankfurt gekommen war, am 17. Juni 1814 daselbst sein Befremdenüber die nach Münster erteilte Weisung aus, den Herzog von Aren-berg „den übrigen Mediatisierten zu assimilieren", während „man ansdie vorgelegten triftigen Gründe von der Gerechtigkeit hätte erwartenkönnen, ihn als deutschen Reichsstand in seine Hoheitsrechte wiedereinzusetzen". Stein erwiderte Schmauß, das hänge nicht von ihmab, das arenbergische Land werde als erobertes Land betrachtet undes komme auf die Eroberer an, was sie darüber beschlössen; letztereswerde sich auf dem Wiener Kongresse zeigen. Schmauß glaubte, beiStein viel Vorurteile und eine dem Herzoge ungünstige Stimmungzu bemerken; Stein äußerte sich in scharfem Tone, der Herzog habesich in Deutschland wie in Spanien und England „nicht gut betragen"und sich in England durch seine Äußerungen in sehr üblen Ruf ge-bracht, was selbst seine Befreiung aus der britischen Haft erschwerthabe. Stein sagte Schmauß, Meppen werde wohl an das KönigreichHannover, Recklinghausen an Preußen fallen. Schmauß schob dieMißstimmung gegen den Herzog teilweise auf die Rachsucht desbergischen Ministers Grafen Nesselrode gegen Ludwig Engelbert und
' An Daniels, Frankfurt, 7. Juni 1814. (O. Lorrgsponäaueo. Fasz. 63.
A.B.)