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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
Entstehung
Seite
90
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NO Talleyrand.

schrieb er ^ an Talleyrand, den Minister des Äußeren unter Lud-wig XVIII,, er kenne sein Interesse an seinem Sohne wie an seinemHause, und da jetzt der Friede in Sicht sei, so wende er sich an ihn,an Talleyrand,Seine guten Dispositionen allein könnten verhindern,daß sein Sohn das Opfer des Eroberungsgeistes ^ werde, welcher seiteiniger Zeit seine Verwüstungen in Deutschland gegen die Schwachenausübe." Es sei Wohl am besten, wenn bei dem Friedensschlüsse fürseinen Sohn entweder die Weiterzahlung der ihm als Entschädigungbestimmten zwei Renten stipuliert werde oderdie volle und ganzeRestitution meines Hauses in die Rechte, Prärogative und Domänen,die ihm durch den Vertrag von Lüneville und durch die RegensburgerKonvention von 1803 ^ zugesichert sind",In diesem Augenblicke",so schloß der alte Herzog,aller seiner Einkünfte durch die Ver-fügungen einer Regierung beraubt, die in Münster errichtet wordenist und welche, auf die Rheinbundsakte zurückgreifend, willkürlich vordem Frieden über das Vermögen derer verfügt, die ihr keinen Wider-stand entgegensetzen können, wünscht mein Sohn von ganzer Seeledas Ende so vieler Verfolgungen, deren Opfer er bisher gewesen, undunsere ganze Hoffnung beruht auf Ihnen." Auch Ludwig Prosperschrieb ^ an Talleyrand, er sei eben aus England zurückgekehrt, woer über 2i Jähre gefangen gewesen, und habe Napoleon stets treugedient, trotzdem habe man ihm, während er in Spanien im Felde stand,fein Land genommen und jetzt sequestriere die Preußische Regierungin Münster sein Eigentum, ohne zu sagen, warum; man flüstere nur,seine Stellung als französischer Oberst habe ihm diese Ungnade zu-gezogen, Sein Vater habe den Herzog von Talleyrand um Schutzangerufengegen diese Unterdrückung, die wir gerade denen danken,die für dieselbe Sache so lange, bis sie verzweifelt war, gekämpfthaben. Diesen Vorwand will ich wenigstens zum Schweigen bringen,indem ich meine Entlassung einreiche. Da Seine Majestät der Königja auch eine große Reduktion im Heere vornehmen will, so hoffe ich,wird dieser Schritt, den die Umstände und meine Gesundheit erheischen, "

- Brüssel, 20. Mai 1814. (O. I. 6. ä.k.)^ Lsprit ü'snvadisssmsnt.2 Reichsdeputationshauptschluß.

^ Brüssel, 4. Juni 1314. (O. 1. 6. ä.N.)