1K Verluste des Hauses.
vertreten werde. Der Herzog bat Cobenzl von neuem ^ um seine Ver-mittlung, um in seine Domänen restituiert und bei dem Entschädigungs-plane nicht vergessen zu werden, denn es galt vor allem, die Existenzdes Hauses Arenberg durch Eintragung in diesen Plan zu sichern. DerHerzog hatte keinen Zoll Landes mehr auf dem rechten Nheinufer, ent-behrte seit fast neun Jahren die offiziell nachgewiesene jährliche Revenuevon über 120 000 Gulden aus dem Herzogtum? Arenberg und ausden im westfälischen Kreise liegenden Jmmediatbesitzungen aus dermütterlichen Erbschaft, und hatte jetzt dies alles durch die Ab-tretung des linken Rheinufers an Frankreich verloren. Seit Jahr-hunderten bewies sein Haus dem Hause Habsburg die treueste Er-gebenheit, und der Kaiser hatte ihm seinen Schutz gewährt, indem er1798 seine Sache dem Minister Baron Thugut empfahl, der diekaiserlichen Minister auf dem Rastatter Kongresse dafür interessierensollte; der Herzog glaubte diese Berücksichtigung um so gerechtfertigter,als sein Haus das älteste katholische Fürstenhaus nach dem bayrischensei, und beanspruchte, wie schon vor zwei Monaten bei dem Reichs-vizekanzler, Entschädigung für seine Verluste mit der bitteren Rüge,eine solche scheine freilich protestantischen Häusern vorbehalten. Errechnete auf eine der drei südschwäbischen Abteien Ochsenhausen, Sal-mansweiler und Weingarten, vor allem auf Salmansweiler (Salem),um dorthin den Rest seines Vermögens und seine Reichstagsstimmezu übertragen) sonst wären auch die Präfektur der Orteuau, die Herr-schast Kirnberg, die Abtei Gengenbach und die Reichsstadt Offenburgzu empfehlen. Der arenbergische Gesandte am Reichstage, EdmundFreiherr von Schmitz-Grollenburg 2, reichte am Reichstage eine Notevom 2. September 1802 ein, die Kurmainz am 9. September zurDiktatur gelangen ließ^) ihr folgte eine Reihe weiterer Noten undBerechnungen. Die Note bot „ein exaktes und treues Tableau" derVerluste des Herzogs, dessen Haus mehr als alle anderen Häuserim Reiche durch die französische Revolution und durch den Krieg ge-
außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister in Bern am 20. No-vember 1825.
> 24. März 1802. (K., e.)
° Er vertrat am Reichstage auch die Häuser Auersperg, Fürstenberg, Hohen-zollern und Schwarzenberg.
^ Gedruckt.