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Geschichte von Arenberg, Salm und Leyen : 1789 - 1815
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x Vorwort.

sehr viel ausgedehnteren Bundes. Der Nordbund, mit dem das BerlinerKabinett sich zu schmeicheln scheint, wird nie existieren es wird nureinen einzigen Bund geben oder, besser gesagt, wird das deutsche Reich,stark durch eine neue Verfassung, welche durch Napoleon den Großenkonzipiert und diktiert, unter Rehabilitierung seiner nationalen Würde,es endlich zum Range der Vormächte Europas bringen wird, unterdieser neuen Bezeichnung wieder erscheinen; die deutsche Nation, welchesozusagen durch den Schatten einer Verfassung gelähmt war, die zehnJahre nach ihrer Empfängnis schon aufgehört hatte, für sie eine Wohl-tat zu sein, wird dann zeigen, was sie ist, was sie sein kann, und aufden Trümmern dieses gotischen Gebäudes, welches die allmächtigeHand Napoleons des Großen umgestürzt hat, wird sie ihrem Regeneratorein Denkmal ewiger Dankbarkeit errichten. Dieser Gedanke ist so groß,so wohltuend, daß er darum selbst würdig ist, von Napoleon demGroßen erzeugt worden zu sein. Wenn man einen Blick auf dengegenwärtigen Stand von Nordeuropa wirft, wäre es sogar schwer,ein anderes Mittel der Reorganisation zu finden. Sachsen fordert,in den Bund einzutreten. Der Kurfürst von Hessen-Kassel hielt wegeneiniger Erwägungen und gewisser schwer zu brechender Bande nochan Preußen fest; es wurde ihm formell erklärt, das Hanauer Land,das durch seine geographische Lage dem Rheinbunde angehöre, müssevon ihm geopfert werden, wenn er nicht Mitglied desselben würde.Anderseits muß Österreich noch einige Opfer bringen, für die es in-dessen mehr im Norden reichlich entschädigt werden wird. Überblickenwir gegenwärtig auf der Karte die Ausdehnung des Bundes, ver-folgen wir seine Grenzen längs der Staaten des Hauses Brandenburgund Österreichs, halten wir nicht bei der Schweiz an, gehen wir bisan die Rheinufer und sehen wir, was dann noch dazu fehlt, daß dasganze deutsche Reich in diesen Bund einbegriffen sei. Muß man sichdann über die Behauptung erstaunen, die erste Operation des zu er-öffnenden Kongresses werde es sein, die kaiserliche Bundeskrone dem-jenigen anzutragen, dem all diese Lande die unschätzbare Wohltat einerVerfassung, die sie nicht mehr hatten, verdanken? Man muß dieserNachricht sowohl wegen des Ruhms der Föderierten als wegen desInteresses der ihnen unterstellt gewordenen Stände glauben; besondersvon letzterem Gesichtspunkt aus wird sie von hoher Wichtigkeit; dennes werden die Kongreßmitglieder, die Föderierten, durch ein gemein-