Druckschrift 
Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
Seite
242
Einzelbild herunterladen
 

seligen Vater am 1. Oktober 1824 gepflanzt, hat trotz mancher Stürmeden Wandel der Zeiten überdauert und spendet heute als weitver-zweigter Baum den kranken und hilfsbedürftigen Mitgliedern seineFrüchte.

Diese schönen Worte, dem Vater dargebracht, decken sich heutedurchaus mit der Gesinnung der Söhne.

Dieser Gesinnung entsprach es zunächst, daß wir allen über drei Jahredem Hause Angehörigen von den Redakteuren, Prokuristen und Ab-teilungsvorstehern bis zum jüngsten Hilfsarbeiter als Jubiläumsgeschenkdenjenigen Betrag überwiesen, der einem glatten Monatseinkommen ent-sprach. Die betr. Beträge sind schon am 15. April zur Auszahlung ge-langt, um denjenigen, welche es wünschten, im vaterländischen Interessedie Beteiligung an der 8. Kriegsanleihe noch zu ermöglichen. Wie wirhören, haben Herren davon gern Gebrauch gemacht.

Aber der Tag durfte nach unserer Auffassung nicht vorübergehen,ohne ihn auch durch eine Reihe von Stiftungen für spätere Zeit in derErinnerung festzuhalten.

Wir haben daher zunächst der Wohlfahrtseinrichtungen des Hausesgedacht und dafür eine Anzahl Stiftungen festgelegt. Mein Bruder Robertwird Ihnen darüber im einzelnen Mitteilung machen.

Außerdem freut es uns, anläßlich des heutigen Tages an eine Reihevon solchen gemeinnützigen, sozialen und caritativen Vereinigungen,deren Ziele und Bestrebungen mit denen unseres Hauses übereinstimmen,besondere Stiftungsbeträge auszahlen zu können. Im einzelnen wird auchdiese mein Bruder zu Ihrer Kenntnis bringen.

Diese Summen brauchen Sie nicht in Erstaunen zu setzen. Gleichwie der Staat im ganz Großen, so muß auch eine große Privatfirma in ihremKreise eine weitausschauende Politik treiben, die nicht nur an das Nächstedenkt. Wir hatten somit in Voraussicht des heutigen Tages lange Jahrehindurch Rücklagen gesammelt, die uns ermöglichten, heute diese Aus-zahlungen und Stiftungen ohne Schwierigkeiten zu bewerkstelligen.

Des weiteren bleibt in diesem Rahmen noch eine Denkschrift100 JahreJ. P. Bachem zu erwähnen, die heute als Jubiläumsschrift fertig vor-liegt. Auf Grund langer und fleißiger Vorarbeiten hat sie Herr GeorgHölscher verfaßt und Herr Dr. Karl Hoeber hat sie mit einem warmenGeleitwort versehen. Der Druckereileiter, Herr Oberfaktor Korn, hat siein geschmackvoller Weise ausgestattet. Ich benutze gern die Gelegenheit,diesen Herren den besonderen Dank der Firma hier zum Ausdruck zubringen.

Jedem Geschäftsangehörigen wird ein Stück dieser Denkschrift alsErinnerung an diesen Tag zur Verfügung gestellt werden, nachdem einNachtrag über die heutige Festfeier angefügt sein wird. Nur der Kriegs-zeit ist es zuzuschreiben, wenn wir der Schrift ein verhältnismäßig be-scheidenes Gewand gegeben haben, bescheidener als ursprünglich zu