VIII
Anhang
Die Feier am 4. Mai 1918.
So schlicht und still angesichts des noch fortgesetzten Wütensdes Weltkrieges die Gedenkfeier des hundertsten Jahrestagesder Gründung der Firma J. P. Bachem auch immer geplant war,so würdig und eindrucksvoll gestaltete sie sich. Nach einemfeierlichen Hochamte in der St. Maria-Himmelfahrtkirche um10 Uhr versammelten sich in dem mit Lorbeerbäumen undBlumenspenden reich ausgestatteten Museumssaale des Druckerei-gebäudes unter Anwesenheit vieler zur Beglückwünschung er-schienener Gäste, darunter die Spitzen der weltlichen und geist-lichen Behörden, die Redaktionsmitglieder der KV und des LA,die Abordnungen von Angehörigen aller anderen Geschäftszweigemit den Firmainhabern und ihren Familienangehörigen.
Unter dem Titel „Ein Jahrhundert Verlagsarbeit“war in der Morgenausgabe der KV (Nr. 349) der Tag mit folgendemFestartikel eingeleitet worden:
Mitten im Weltkriege begeht heute die Firma J. P. Bachem in Kölnden Gedenktag ihres hundertjährigen Bestehens. In diesen ernsten Jahren,die wir durchleben, in denen alle Lebenskräfte des deutschen Volkes infieberhafter Spannung den schwersten Kampf der ganzen deutschenGeschichte um unseres Volkstums Berechtigung und Dasein auskämpfenmüssen, steht auch dieser Jubiläumstag unter dem Zeichen opferfreudigerArbeit um das Volksganze. Als ein Jubiläum der Arbeit muß esrückschauend und vorwärtsblickend gewürdigt werden.
Der Rückblick auf ein Jahrhundert unermüdlicher deutscher Arbeitdurch die ein Unternehmen aus kleinen Anfängen und unter den schwerstenKämpfen sich zu einer angesehenen Weltfirma entwickelte, die mit einerführenden Tageszeitung in der vorderen Front des Kampfes um die