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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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Wirken trug bald auf dem gesamten öffentlichen Leben schöne Früchte;in Vereinen, in der katholischen Frauenbewegung, Parteiversammlungenusw. betätigte er sich eifrig. In Verbindung mit dem ihm befreundetenHofkaplan an St. Andreas, Dr. Schmitz, dem späteren Kölner Weih-bischof, und dem Kaufmann Jos. B r o i x in Neuß gründete er die Düssel-dorfer Volksbank (später Düsseldorfer Bank), die dem Mittelstand einengeldlichen Rückhalt bieten sollte, und die dann in die Rheinisch-West-fälische Discontobank aufging. Auch auf eine nähere Fühlungnahmeder Zentrumsblätter untereinander und die Verbesserung ihres BerlinerNachrichtendienstes war er bedacht. In dieser Beziehung veranlaßte erdas Zustandekommen der sog. CPC (Centrums-Parlaments-C o r r e s p o n d e n z), die er persönlich in Berlin einrichtete. Zusammenmit dem Redakteur Pfarrer Zeck arbeitete er für den Zusammenschlußder Zentrumsorgane eine Satzung aus, die dann auf der Katholiken-versammlung zu Würzburg 1877 den Grund zumAugustinusvereinzur Pflege der katholischen Presse legte. In dem Verein übernahm eram 20. Januar 1909 als Nachfolger seines Freundes Otto, des Verlegersder Niederrheinischen Volkszeitung in Krefeld, den ersten Vorsitz, den erbis zu seinem Lebensende inne hatte. Im Jahre 1904 schied er aus demaktiven Schriftleitungsdienst aus und veröffentlichte dann sein Windt-horstbuch. Unerwartet starb er am 20. Oktober 1912 an einemHerzschlag.

Der Augustinus-Verein zur Pflege der katholischen Presse ver-dankt sein Entstehen einem Antrag, den Kaplan Dr. Herrn. Jos. Schmitz,der spätere Kölner Weihbischof, und Dr. Ed. Hüsgen auf dem WürzburgerKatholikentag 1877 stellten. Sein Hauptzweck war die Gründung weitererkatholischer Blätter; ferner sollteeine gemeinsame quellenmäßige In-formation und Berichterstattung hergestellt werden. 1864 zählten diesämtlichen katholischen Blätter Deutschlands kaum 60000 Bezieher.1873 gab es schon 120 größere und 1879 bereits 271 täglich erscheinendegrößere Blätter der Zentrumspartei. Außer dem genannten Zweck sollteder Verein eine Vermittlung schaffen zwischen Tagesschriftstellern undPolitikern. Die in Würzburg gewählte Kommission legte in der KölnerGründungsversammlung vom 31. Januar 1878 die Satzungen vor, dieauch eine Pensionskasse für Tagesschriftsteller vorsah. Der Vereinbenannte sich nach dem hl. Augustinus, weil dieser Kirchenvater dasWerk De civitate Dei verfaßt hat, in dem er dem Staate Gottes dasReich der gottentfremdeten Welt kämpfend gegenüberstellt. An diesemKampfe soll auch die katholische Presse teilnehmen und die christlicheWeltanschauung gegen die widerchristliche verteidigen. Der erste Vor-sitzende war Dr. Schmitz-Düsseldorf, dem 1882 Ad. Jos. Bongartz-Relling-hausen, 1883 Karl Böddinghaus-Münster, 1889 Heinr. Otto-Crefeld, 1909Dr. Eduard Hüsgen-Düsseldorf (vergl. oben) und 1912 Lambert Lensing-Dortmund folgten.