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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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Ausbruch des Krieges dagegen 720 Personen bei der Firmabeschäftigt waren. Während des Krieges wurden 228 An-gestellte zur Fahne einberufen, so daß der Personalbestandentsprechend sank. Einschließlich der neu eingestellten weiblichenHilfskräfte, die nach bestem Können die entstandenen Lückenauszufüllen sich bemühen, sind doch gegenwärtig noch 645 Per-sonen, teilweise in überlanger Arbeitsschicht, beschäftigt.

So können wir denn beruhigt, in der Hoffnung auf ein neuaufblühendes Vaterland der Zukunft entgegensehen mit demWunsche, daß das Verhältnis zwischen der Firma und ihremPersonal so gut bleiben möge, wie es bisher zum beiderseitigenBesten gewesen ist.

Die Buchbinderei J. P. Bachem.

Gründliche Forscher führen die Kunst der Buchbinderei bisauf die Börner zurück, obschon diese ihre Schriften, wie dieAegypter, in Rollenform aufbewahrten. Aber man hatte damalsschon Notizbücher, die sog. Diptychen, aus zwei Deckeln vonHolz, später Elfenbein oder edeln Metallen bestehend. Die künst-lerische Ausgestaltung dieser Buchdeckel hatte im Mittelaltereinen hohen Grad erreicht, und aus karolingischer Zeit sind unsprachtvolle Goldschmiede- und Elfenbeinarbeiten für Evangeliareusw. erhalten. Wie alle Kunst und Wissenschaft und im besonderendie Bücherherstellung, wurde die Buchbinderkunst im Mittelalterausschließlich in den Klöstern ausgeübt und konnte erst einGewerbe werden, als die Erfindung Gutenbergs die leichte Ver-vielfältigung des Buches ermöglicht hatte. Erst vier Jahrhundertespäter traten für die manchfachen Hantierungen, die zur Her-stellung eines Bucheinbandes nötig sind, nach und nach Maschinenein. So nahm die Bogenfalzmaschine dem Menschen das Falzenmittels Falzbein ab, die Einsägemaschine besorgte dann dasEinsägen der Bogenrücken, die Vertiefungen für den Bindfaden,auf der Draht- oder Fadenheftmaschine wird die Arbeit für dasZusammenhalten der Bogen geleistet, verschiedene Pressen undSchneidmaschinen vollenden das Werk.

Diese Entwicklung der Buchbinderei zur Massenherstellungfällt erst in das 19. Jahrhundert. In den Anfang der 1850 er Jahrewerden auch die Anfänge der Bachemschen Binderei verlegt