Akzidenzmaschine aus der Maschinenfabrik Augsburg erworben.Für die erstere bot die illustrierte Lebensgeschichte Leos XIII.von O’Reilly Gelegenheit, ihre Leistungsfähigkeit zu beweisen. Biszum Einband ging das Werk 1887 aus dem eigenen Betriebe hervor.
Zwei weitere vervollkommnete Tiegeldruckmaschinen erhöhtendie Maschinenzahl auf 16. Die damit Hand in Hand gehendeVermehrung des Akzidenz- und Werksetzerpersonals wie eineVergrößerung der Buchbinderei wurde durch Schaffung neuerArbeitssäle durch innere Umbauten ermöglicht.
In den 1880 er Jahren stellte der Zeitungsbetrieb an dieDruckerei erhebliche Anforderungen, besonders nach der Format-vergrößerung der Kölnischen Volkszeitung im September 1886.Die Erhöhung ihrer Auflage machte dann die Aufstellung einerRotationsmaschine wünschenswert. Die Firma Hummelin Berlin lieferte im September 1887 für 21000 Mark einschließlichStereotypie-Einrichtung die erste dieser Maschinen. Am 27. Sep-tember trat sie für die Herstellung der KV in Tätigkeit. DieMaschine lieferte aus dem endlosen Papier die auf beiden Seitenfertig bedruckte und gefalzte Zeitung in einer Schnelligkeit von10000 Drucken in der Stunde (gegenüber 1000 der Schnellpresse).
Die Einführung der Rotationsmaschine in den Betrieb hattedie Einrichtung einer Stereotypie zur Voraussetzung, derenWesen bekanntlich darin besteht, daß nicht von dem aus ein-zelnen Buchstaben bestehenden Satz gedruckt, sondern eineweiche feuchte Papiermater mit der Bürste in die Satzform ein-geschlagen wird, so daß sich das Satzbild in der Mater genauwiedergibt. Diese wird nach Trocknung und dadurch entstehen-der Erhärtung in einem entsprechenden Gießinstrument mit Metall(Mischung von Blei, Zinn und Antimon) ausgegossen und dann dieentstandene flache oder (für den Zylinderdruck notwendige) halb-runde Metallplatte in die Maschine gebracht. Das Verfahren wirdzur Herstellung hoher Auflagen benutzt, um die Satztypen zuschonen und muß beim Rotationsdruck angewandt werden, weildiese die runde Form der Druckplatte verlangt, die auf den Druck-zylinder festgeschraubt wird.
Ein kleiner Fahrstuhl befördert die Druckplatten zur Rotations-druckerei, wo der Maschinenmeister in kurzer Zeit die Plattenan den Zylinder anklemmt. Die Bedienung einer Maschine vonso verwickelter Zusammensetzung, wie die Rotationsmaschinensind, erfordert größte Aufmerksamkeit, gediegenste Fachkenntnis,