Druckschrift 
Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
Seite
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hochverehrten Herren, welche beim Beginn des Unternehmens vorachteinhalb Jahren eines Sinnes waren, immer mehr auseinander-gehen, was bleibt mir übrig, als so zu handeln, wie es meine, aussorgfältiger Erkundigung auf beiden Seiten sich entwickelndeUeberzeugung mir vorschreibt? Als ein Artikel R eus ch s überAngelegenheiten des Konzils stark gekürzt und die Aufnahme einesanderen von Bachem ganz verweigert wurde, kündigte Reuschdie Mitarbeiterschaft, und monatelang beschränkte sich der Ver-kehr des Verlegers mit Hoffmann auf den schriftlichen Weg.Der noch bis Ende März 1870 laufende Vertrag mit diesem wurdevon Bachem am 26. November 1869 gekündigt aus Anlaß einesArtikels, dervom Geist der Koblenzer Laienadresse durch-drungen war, unter Zahlung einer erheblichen Abfindungssummeund der beiderseitigen Verpflichtung, das bisherige Verhältnisweder in Zeitungen noch in anderen Druckschriften zum Gegen-stand einer Polemik zu machen.

Daß es dem Verleger gelang, sein Blatt durch diese Wirren der sog.Altkatholischen Bewegung gut durchzusteuern, schrieb Josef Bachem indankbarer Anerkennung vorwiegend dem selbstlosen Rat des SubregensProf. Dr. Ant. Heuser, des spätem Kölner Domkapitulars (gest.3. April1891) zu, einem besonnenen, klugen, vielseitig gebildeten Manne. Er hatJosef Bachem in den Schwierigkeiten jener Zeit in treuer Freundschaftbeigestanden. Der immer hilfsbereite Mann versagte niemals und standam frühen Morgen wie am späten Abend stets zur Verfügung.

Mittlerweile hatte Josef Bachem seine frühere Absicht, denKölnischen Blättern den Namen Kölnische Volkszeitung zugeben ein Plan, gegen den man das Bedenken einesdemo-kratischen Beigeschmacks geäußert hatte! am 1. Januar 1869verwirklicht und gleichzeitig das Format des Blattes etwasvergrößert.

Die letzte Nummer, die Hoffmann zeichnete, war das 2. (Abend-)Blatt vom 13. Dezember 1869, nachdem das erste Blatt über dieEröffnungsfeierlichkeit des Konzils in Rom vom 8. Dezemberberichtet hatte. Die Verlegenheit, in die das Unternehmenso plötzlich geraten war, äußert sich in der Tatsache, daßauf dem 1. Blatt vom 14. alsStellvertretender verantwortlicherRedakteur Robert Bachem der im geschäftlichen Betriebetätige Vetter des Verlegers, später Prokurist der Firmaerscheint, der mit der Schriftleitung gar nichts zu tun hatte,