aus ganz Preußen verbannt wurde. In Würzburg erlangte ervier Jahre später wieder eine Professur, die er bis 1868 innehatte. Acht Jahre später starb er in Aschaffenburg.
Während langwieriger Unterhandlungen zur Erlangung einesneuen Hauptschriftleiters führten Eikerling, der Kaplan HeinrichReu sch 36 von St. Alban in Köln und Josef Bachem die Geschäfte.Schließlich wurde der wieder besänftigte Florencourt berufen,der am 1. Januar 1853 die Leitung des Blattes antrat.
Die Haltung der Volkshalle war schon vorher in mancherBeziehung gemäßigt worden; die „Verfassungsstürmerei“ unddie „ständige Reaktion“ hatte sie aufgegeben und über diepreußische Politik zu einer Verständigung zu kommen gesucht;dagegen waren die jesuitenfeindlichen Ministerialerlasse desKultusministers v. Raumer fortgesetzt Gegenstand der Kritik.Ihre Bekämpfung bildete auch fast das alleinige Feldgeschreifür die Wahlen am 3. November 1852 zur Preußischen ZweitenKammer auf katholischer Seite. Sie waren der Anlaß für dasZustandekommen der „Katholischen Fraktion“, mit der dannfreilich die „Volkshalle“ später unter Florencourt mehrfach,besonders scharf in der Frage der Juden-Emanzipation, in Mei-nungsverschiedenheiten geriet. Diese führten am 1. Mai 1854zur Kündigung des Vertrags mit Florencourt, woraufhin derKatholisch-konservative Preßverein jeden weiteren Zuschußfür die „Volkshalle“ ablehnte. Statt dessen unterstützte er dievon Florencourt in Köln gegründete „Politische Wochen-schrift“, von der im Jahre 1854 20, und im nächsten Jahre noch14 Hefte erschienen. Nach dem Verschwinden dieses Unter-nehmens im März 1855 schlief auch der Preßverein langsam ein.An seine Stelle trat am 9. Januar 1855 der in Köln gegründete„Katholische Preßverein“.
Nach den bisherigen schlimmen Erfahrungen ging der Ver-waltungsrat nicht mehr auf die Suche nach großen Schriftstellern,sondern stellte den bisherigen Korrektor Dr. Jos. Krebs alsSchriftleiter ein, an dessen Stelle am 1. Juli 1855 Karl H.Brückmann trat, der seit 1850 eine Wochenschrift „Blätteraus Nassau“ herausgegeben hatte. Die Politik der Volkshalledeckte sich fortan mit derjenigen der Katholischen Fraktion.Ihre Orientpolitik drängte sie nun aber auch zur Stellungnahmegegen Rußland und ließ sie mit der französischen Politik liebäugeln.Nicht lange darauf, am 10. Juli 1855, zuckte aus völlig heiterm