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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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Bachem gegen Uebernahme von 120 Losen. Mitredakteure warenDr. F. Marquard aus Berlin, und seit November der noch nicht30jährige Dr. Eikerling, der nach anfänglich theologischenStudien in der Propaganda in Rom auf der Rückreise nach seinerHeimat Paderborn von Bachem verpflichtet worden war.

Mit der Haltung des Blattes war aber der Zentralverwaltungs-Ausschuß des Borromäusvereins (Dieringer, Walter, L. Müller,Reinkens) gar nicht zufrieden. In einer Kundgebung vom19. Februar 1849, abgedruckt in No. 30 des Monatsblattes desVereins vom 1. März, rügte er, daß die Zeitungvon den imProgramm ausgesprochenen Grundsätzen entschieden abwich.Zwischen dem Verwaltungsrat des Blattes und seiner Schrift-leitung brachen ebenfalls Zwistigkeiten aus, so daß sowohl Mar-quard im April 1849, wie auch bald darauf Chezy entlassenwurden. Eikerling war nun tatsächlich Hauptredakteur undJosef Bachem, dem dietechnische Leitung der Redaktion über-tragen worden war, der wirkliche Gerant. Zum Glück fand dasBlatt in Prof. Dr. Hermann Müller 34 aus Würzburg, zujener Zeit Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, eineneifrigen Mitarbeiter.

Der geldliche Zusammenbruch des Unternehmens konnte abernicht aufgehalten werden. Es war nicht möglich gewesen, denersten geschäftlich unfähigen Geranten Stienen zu einer geordnetenBuchführung anzuhalten. Obgleich die Bezieherzahl nach dreiMonaten auf 2500 gestiegen war, ergaben sich für die ersten vierVierteljahre Verluste von 5600, 4600, 4880 und 4795 Taler. DieHauptversammlung vom 12. September 1849 erklärte die Gesell-schaft für aufgelöst; fast das ganze eingezahlte Aktienkapital(von 20 310 Taler) war verloren; davon hatten Lambert Bachem3000 Taler, Josef Bachem und der Kardinal von Geissei je 300Taler, alle übrigen Aktionäre weniger eingezahlt.

b) Die Deutsche Volkshalle.

Trotz des geldlichen Mißerfolges war es weniger die Absichtder Gesellschaft der Rheinischen Volkshalle, das Blatt eingehenzu lassen, als sich durch ihre Auflösung von den vertraglichenVerpflichtungen gegen Stienen und Chezy, dessen Vertrag nochbis zum Jahre 1853 lief, zu befreien. Deshalb folgte jener Sitzungvom 12. September 1849 eine Stunde später unter Vorsitz des

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