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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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mit 20807 Taler befand. Bachem machte den Vorschlag, denGläubigern 75 Prozent ihrer Forderungen zu zahlen: 50 Prozentsofort (mit Zuhilfenahme des Vermögens seiner Frau M. H. Bachem),und 25 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre, wofür seineFrau sich verbürgte.

Am 20. Februar 1841, so heißt es in demRehabilitations-gesuch vom 23. April 1853,fand ein Vergleich mit den Gläubigernstatt, wonach die Passiv-Summe 38583 Thlr. 3 Sgr. 1 Pf. betrug,während die vertretenen 34 Gläubiger, welche den mit mir ab-geschlossenen Vergleich Unterzeichneten, die Summe von 35 990 Thlr.25 Sgr. 7 Pf. repräsentirten. In diesem Vergleiche wurde einNachlaß von 25 Prozent bewilligt; die hienach bleibenden75 Prozent der Forderungen sollten in der Art bezahlt werden,daß aus den Kaufschillingen meines nach Bestätigung des Kon-kordates sofort zu verkaufenden Hauses 50 Prozent an dieGläubiger, und der Rest von 25 Prozent ohne Zinsen in fünfRaten binnen fünf Jahren, jedesmal mit fünf Prozent entrichtetwerden sollte. Durch das vom hiesigen Kgl. Handelsgericht am1. März 1841 erlassene Urtheil wurde dieser Vergleich bestätigt,und die Vollstreckung desselben in seinem ganzen Inhalte ver-ordnet. Zugleich wurde in diesem Urtheile ausdrücklich erklärt,daß »Lambert Bachem zu entschuldigen und fähig sei,unter den in dem Handelsgesetzbuche ausgedrückten Bedingungenin den vorigen Stand wieder eingesetzt zu werden«.

In einer Mitteilung imBörsenblatt vom 10. April 1841 ver-sichert er, daß er auch nach dem Zustandekommen des Vergleichsstets an dem Grundsätze festhalte, der rechtliche Mann schließenur ein Conkordat, um sich die freie gesetzliche Wirksamkeitwieder zu erwerben; sein Gewissen aber erinnere ihn fort undfort daran, daß er sich dadurch keiner einzigen Verbindlichkeitentledige.

Mit tiefgefühltem Dank machte er weiter Mitteilung von denvielenBeweisen aufrichtiger Teilnahme und acht freundschaftlicher Anhäng-lichkeit. Mit höchst tröstlichen und ermunternden Briefen wurden mirdie Verzichtleistungen auf die rückständigen Saldi, unter zugefügtemBedauern, daß die Unbedeutendheit derselben ihnen die Freude raube,ihrem Herzen durch wesentlichere Unterstützung zu genügen, angezeigt.Diese Acte der Großmut nahmen in der Anzahl, aber auch in den Be-trägen der Art zu, daß einzelne die Höhe von 200 Taler und darübererreichten; Erscheinungen, welche um so wohlthuender waren, als sieaußer von den theilnahmevollsten Herzensergießungen, nicht selten von

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