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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
Seite
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Veröffentlichung, die rein theoretisch das Recht der Einwirkungauf die Ehe von seiten des Staates und der Kirche, die Ehe alsVertrag und ihre sakramentale Eigenschaft, die frühere Gepflogen-heit der katholischen Kirche in bezug auf gemischte Ehen, ihreGültigkeit u. a. m. erörtert. Die Schrift kommt zu anderen Er-gebnissen wie der römische Stuhl, will aber in dem besonderenKölner Fall über den Widerstand Clemens Augusts kein Urteilfällen.

Gegen Görres Athanasius richtete sich das 1838 namenloserschienene Sendschreiben der evangelischen FreifrauAthanasia an den Pater Athanasius in Betreff einigervon demselben angeregten Bedenken, dessen Verfasser, wieschon Paul Vogel festgestellt hat (Beiträge zur Geschichte desKölner Kirchenstreites) der evangelische Pfarrer J. R. Lange inDuisburg war.

Endlich ist noch aus dem Jahre 1838 zu nennen die BroschüreDie katholischeKirche innerhalbdesProtestantis-mus und ihr Recht, vorzüglich in den gemischten Ehen vondem (evangelischen) Theologieprofessor Dr. K. H. Sack in Bonn,der dafür eintritt, daß die Kirchenparteien sich gegenseitigachten statt überreden oder gar sich bekämpfen sollen. (Zudiesen Werken vgl. Karl Bachem, Josef Bachem, I S. 84, 94 ff.)

In seltsamem Gegensatz zu dieser Haltung seines Verlagsstanden die persönlichen Bemühungen Bachems für die SacheClemens Augusts. Da er die von der Regierung verbotenen Flug-blätter und Flugschriften von katholischer Seite in seinem Ge-schäfte nicht verbreiten durfte, verkaufte er sie in dem Hauseseines Freundes Bartman, der am Heumarkt Nr. 76 eine Wein-handlung betrieb. Bis zur Beendigung des kirchenpolitischenKampfes Ende des Jahres 1840, die einen vollen Sieg der katho-lischen Kirche bedeutete, gingen von hier mit dem Wein auchdiese Schriften ins Volk.

Als in den ersten Jahren nach dem Tode des Gründers dieVerlagstätigkeit wieder reger wurde, begann 1824 das Erscheinendes großen J. BraunschenHandbuchs der Erdkundebesonders fürGelehrtenschulen, wovon 1827 und 1833 zweifernere Teile herauskamen.

Zur Erdbeschreibung im engeren Sinne muß man wohl auchdas Werkchen aus dem Jahre 1827 des damaligen StadtbaumeistersJ. P. Weyer 1 * rechnen, das er im Verein mit dem Appellations-