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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
Seite
19
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Weg unsträflich wandeln soll. Das Buch ist eine Anleitung zur Ab-richtung des Menschen zum preußischen Soldaten. Trotz der löblichenAbsicht scheint der Erfolg den Erwartungen nicht entsprochen zu haben.Von den 2100 Drucken überreichte Bachem 1200 dem Königeals patrio-tisches Geschenk, wie er sich in einem Brief an Ladenberg vom 19. No-vember 1840 ausdrückt, in dem er sich gleichzeitig darüber beschwert,daß nichts für das Buch geschehen sei. Das Schlußergebnis war für denVerleger ein Verlust von 50 Taler.

Auch in diesem Zeitraum herrscht die rechtswissenschaftlicheErzeugung noch vor. Im Jahre 1824 erscheint zum ersten Maleals Verlagsverfasser der Kgl. Geh. Staatsrat Heinrich GottfriedWilhelm Daniels (nicht zu verwechseln mit Alexander vonDaniels; vgl. S. 20), der Sohn eines Kölner Schneiders.

Seine erste, bei Bachem erschienene Schrift handeltUeberdie Form des gerichtlichen Verfahrens in Domina 1-sachen, der in seinem Sterbejahre 1827 dieGrundsätze desWechselrechts, nach Herrn von Selchow, mit besondererRücksicht auf das Allgemeine Preußische Landrecht und dasFranzösische Handelsgesetzbuch folgten.

Weitere rechtswissenschaftliche Werke des Jahres 1824 warenu. a. CollmannsLehre vom Strafrecht, das BacheminKommission für die Rheinprovinzen hatte, und des Appellations-gerichtsrats J. C. H. Rive umfangreiches WerkUeber dasBauerngüterwesen in den Grafschaften Mark, Reckling-hausen, Dortmund und Hohen-Limburg, den vormaligen StiftenEssen, Herzogthum Cleve und in »den Herrschaften Broich undWertherbruch, von dem nur der erste Teil erschienen ist.

Das Ansehen Bachems als juristischer Verleger gewann nochdurch zwei, allerdings namenlos erschienene Werke des späterenKultusministers Adalbert v. Ladenberg. Sein Buch über Preu-ßens gerichtliches Verfahren in Civil- und Kriminal-Sachen brachte es von 1825 bis 1847 zu drei Neudrucken (diezweite, 1842 erschienene Auflage war auf Vorschlag des über-lasteten Verfassers von Land- und Stadtgerichtsrat Rud. Const.Jany in Schweidnitz bearbeitet worden), und dieUebersiehtder preußischen und französischen Hypotheken-Gesetzgebung erlebte bis 1842, in 13 Jahren, ebenfalls dreiAuflagen.

Ladenberg, der 1798 in Ansbach geboren wurde, war während seinerjuristischen Ausbildungszeit im Jahre 1821 als Assessor beim Appella-tionsgericht nach Köln gekommen, zwei Jahre später Landgerichtsrat in