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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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Begriffen nichts allein für sich zu vermögen, sondern in der Regel alleWirksamkeit, und oft selbst die äußere Würde, nur durch den Mann zuerhalten. Die feierlich in der Kirche fürs Leben aufgenommenen undin Silbergrau gekleideten Stiftsjungfrauen sollten allen verheiratetenFrauen jeden Standes vorangehen und hochwürdige Jungfrau genanntwerden; der hohe Stiftsrat würde in Berlin seinen Hauptsitz haben. Bisins Einzelne hat der Verfasser die Satzungen ausgearbeitet. Austritt sollteerlaubt werden, aber das betreffende Capitel müßte in einem solchenFalle, in dem die Austretende ein Zehntel ihres Vermögens verlor, auf14 Tage Stiftstrauer tragen. Aus dem schönen Plan ist nichts geworden.

Damit hatte anscheinend der gemeinschaftliche Verlag DuMont-Bachem sein Ende erreicht, denn aus dem Jahre 1817 ist eingemeinsames Verlagswerk nicht nachzuweisen.

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Neben dem Gesellschaftsverlag gründete Bachem im Jahre 1816indem Hause Herzogstraße 4 eine Leihbibliothek, für die erals Gehilfen seinen jüngsten Bruder Lambert heranzog.

Lambert Josef Franz Bachem, der in den nächsten dreiJahrzehnten in der Geschichte des Verlags eine so bedeutsameRolle spielen sollte, war im Oktober 1789 in Köln geboren.

Nach seinen eigenen Aufzeichnungen geschah diesauf dem Gereons-driesch in dem Hause, wo jetzt Herr Appellations-Rath Haugh wohnt. Ichbesuchte die Domschule unter Prof. Richarz, Schmitz und Weber; dieElementarschule von Odenthal; das Montaner Gymnasium 6unter Prof. Stemmler, das LaurentianerGymnasiumals ecole secon-daire unter Prof. Overbach, Lehmann, Lugino und Tesandt; die ecoleprimaire unter Daniels, Taber, Krampf, Wallraf u. a. m.; ich war in demPensionat von Prof. Geistmann unter Schenk und Schüngeler, ich er-hielt Privat-Unterricht von den alten Jesuiten, meinem Oheim, Patresund Prof. P. J. Bachem, Conzen und Jütteler; meine erste Communionempfing ich in der St. Christoph Kirche neben der St. Gereon Kirche . . .1805 trat ich bei Herrn Gerhard Steinhaus, Apotheker in Bonn, als Apotheker-lehrling ein, blieb 5 Jahre nacheinander dort, kehrte am 7. September 1811zu ihm zurück und blieb bis 19. März 1812 bei ihm. Vom September 1810bis Mai 1811 conditionirte ich als Gehülfe bei dem Hof-Apotheker AugustLade in Wiesbaden, vom Mai 1812 bis April 1814 (in der Zwischenzeit MaibisSeptemberil811 war ich krank in Erpel) bei J. H. van[Hees[sen. in Barmen;von allen Prinzipalen liegen die schönsten Zeugnisse da. Im Mai 1814reiste ich nach Crefeld und später für Rechnung meines ältesten BrudersFranz Caspar Bac|hem in Crefeld, nachdem ich mich hier nur */« Jahretwas einstudirt hatte, als Commissionsreisender für sieben Firmen in