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Hundert Jahre J. P. Bachem : Buchdruckerei, Verlagsbuchhandlung, Zeitungsverlag ; [1818 - 1918 ; Köln, 4. Mai 1918]
Entstehung
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Legion habe ich den Feldzug von 1813 und 1814 zuerst unter demOberbefehle des Kaiserlich-Russischen Generals von Tettenborn,dann des Königlich-Großbritannischen Generals Grafen von Wall-moden, von welch letzterem ich auch im September 1813 zumLeutnant der Fußartillerie befördert worden bin, mitgemacht, bisdie Wiederkehr des Friedens meine Verbindlichkeiten aufhob.

Das war im August 1814 der Fall gewesen, und Johann PeterBachem wandte sich dann wieder nach Köln zurück, wo er,nachdem seine Hoffnung, ein Amt in der Verwaltung dieser Stadtzu finden, sich als trügerisch erwiesen hatte, seine Kenntnisseim Buchhandel zu verwerten beschloß.

Seine Freundschaft mit Markus DuMont 2 , der von denSchaubergschen Erben im Jahre 1805 deren Druckerei mit demVerlag der Kölnischen Zeitung gekauft hatte, sollte ihm dieErfüllung seiner Wünsche bringen. DuMont wollte den genanntenUnternehmungen eine Buchhandlung und einen Buchverlag an-gliedern und suchte hierfür, da ihm selbst als Jurist die nötigeVorbildung fehlte, einen sachverständigen Gesellschafter. Er fandihn in Johann Peter Bachem, und im Februar 1815 teilten beidedem Publikum die Gründung derDuMont-BachemschenBuchhandlung mit, die in dem Hause Brückenstraße Nr. 4585(jetzt Nr. 8), untergebracht ward. Mit folgendem Rundschreibensetzten sie das Publikum von der Gründung ihres Geschäftes in

Kenntnis: Köln, im Februar 1815.

Wir zeigen einem geehrten Publicum an, daß wir unter der FirmaDuMont-Bachemsche Buchhandlung eine Buchhandlung in Kölneröffnet haben. Der Zeitpunkt der Wiedergeburt unseres Vaterlandesschien uns sehr passend, ein Institut zu begründen, welches die Ver-breitung der Kultur im allgemeinen und insbesondere die Belebung desGeistesverkehrs mit den Ländern, denen das Band gemeinsamer Deutsch-heit uns wieder anknüpft, zum Zweck hat. Wir dürfen erwarten, daßunsere Landsleute, des Zwanges überdrüssig, womit eine argwöhnischeRegierung den freien Ideenaustausch zu unterdrücken strebte, unsereBemühungen unterstützen werden; unser Streben wird dahin gerichtetsein, alle Anforderungen zu befriedigen, welche mit Recht an ein Etablisse-ment der Art gemacht werden können.

M. DuMont-Schauberg. J. P. G. W. Bachem.

Eine Belebung des Geistesverkehrs, von der dieses Rund-schreiben spricht, konnte für das damalige Köln allerdings alseine Notwendigkeit erkannt werden. War in den letzten Zeiten