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vor. Nur ein Umschlag ist vorhanden, auf welchem sich von einer Handder ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Worte finden: „PaßauerischesPassivlehen. Satzbrief von Otto Stubenbcrg an Herrn Achaz von Kucn-ring in Original! ^.niro 1497, lit. n. a." (sieh Frieß, Die Herren vonKuenring, S. EXIII, Nr. 857).
Als ich das Stnbenbergische Archiv ordnete, fand ich mehrfachPassauer Lehen erwähnt. Sie gehörten aber ursprünglich nicht dem HauseStubenberg zu, sondern den Familien von Neydegg, Althan und Losen-stein, bezogen sich auch nicht auf die Steiermark, sondern auf die beidenHerrschaften Schallaburg und Sichtenberg. Diese Herrschaften hatte imzweiten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts Georg Christoph von Losensteininne, dessen Verschwendungssucht ihn dahin brachte, daß er die beidenHerrschaften an seinen Schwiegervater Georg Herrn von Stubenbergauf Kapfenberg verkaufen mußte. So kam das Hans Stukenborg zudiesen Lehen. Zu beiden Herrschaften gehörten aber auch landesfürstlicheLehen, die, um den Zusammenhang nicht zu zerreißen, bei den Herrschaftengelassen wurden. Es liegen im stcierm. Landesarchiv unter Passauer(u. l. f.) Lehen von Schallaburg und Sichtenberg jetzt 45 Briefe und Aktenaus den Jahren 1456—1641.
7. Salzburg.
Die Salzbnrger Lehen, die das Haus Stubenberg innehatte, gehenzumeist auf die Pettauer Erbschaft zurück. Schon 1155 wird Friedrichvon Pettau unter den Ministerialen des Erzbistums aufgezählt. (Steierm.Urkb., I, 359). Die betreffenden Urkunden befinden sich bis Ende des15. Jahrhunderts bei Pratobevera. (Not.-Bl. VI und IX). Aber dasHaus Stnbenberg hatte auch sonst durch das Hans Montfort Lehenvom Hochstifte Salzburg. Das urkundliche Material für die Zeit von1599 an ist in den Faszikeln 85 des Spezialarchivs Gutenberg undFaszikel 283 des Spezialarchivs Stubenberg enthalten. Beide ergänzeneinander. In jenem finden sich 17, in diesem 59 Nummern aus derZeit von 1599 bis 1682 ; sie beziehen sich auf das Schloß und die Herr-schaft Wurmberg nebst Gericht und Wildbann und dem Nieder- undOberhof zu Pettau. Einzelne Stücke sind im Landrecht Stubenberg (299)und Spezialarchiv Wurmbcrg zu finden.
8. Seckauer Lehen.
Seckauer Lehen des Hauses Stnbenberg, zusammengestellt aus Befehldes Bischofs Wocho von Seckau, von der ersten Zeit seiner Regierungangefangen bis Michaelis 1318.
(Lehenbuch des Bistums Seckau, steierm. Landesarchiv, Handschrift 59,Fol. 75. Gedruckt für diesen Teil von Pratobevera im Not.-Bl., Beilagezum Archiv für Kunde österr. Geschichtsqnellen, VI, 439. Wir bringendas Stück hier seines Alters wegen und in korrekterer Form zum Ab-drucke.)