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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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und so kamen die reichen Besitzungen der sächsischen Linie an dieweiblichen Mitglieder ff des sächsischen Hauses ff — das meiste an dieSchwester Wilhelms August, Henriette Wilhelmine verwitwete Gräfinvon Geyersberg.

Dreiuudd reistigstes Kapitel.

Das Haus Swkenkern in Steiermark in der erstenHälfte des 18. Jahrhunderts.

„Was das Stubenbergische Haus und das ganze Land, ja derKaiser selbst an dein entleibten Kavalier verloren, leuchtet von selbstein." Dieser Ausspruch beleuchtet in der Tat die Lage des Hauses nachdem Tode Leopolds. An Talent und geschäftlichen Kenntnissen undEifer konnte sich weder einer seiner Brüder noch seiner Vettern mitihm vergleichen. Am nächsten wäre ihm vielleicht sein Vetter Rudolfgekommen, 6) den wir einige Jahre als Landschaftsverordneten, dannals Präsidenten des Verordnetenkollegiums, niederösterreichischen Hof-kammerrat und als Landesvizedom tätig finden, aber er war bereits am24. Februar 1701 mit Hinterlassung eines minderjährigen Sohnes Hein-rich gestorben. Von seinen Brüdern lebte Georg Christian als Chor-herr in Pöllau und Karl, dem sein Großoheim Georg, der Landes-hauptmann, die ihm von Wolfgang vererbte Hälfte von Mureck über-lassen hatte. Karl war mit Cäcilia Gräfin Meersberg vermählt. ImJahre 1699 hatte er die Stelle eines Kriegskommissärs im ViertelJudenburg erlangt und war als solcher in der gefahrvollen Zeit desRakocziaufstandes tätig. Schon am 7. Mai 1712 verfaßte er ein Testa-ment, in welchem er seinen Sohn Karl und falls bei seinem Tode ihnnoch ein oder mehrere Söhne überleben sollten, alle zu Universalerbeneinsetzte, doch fügte er die Klausel bei, daß sie Mureck nicht zertrüm-mern dürfen, ff Sollte ihn kein Sohn überleben, so ernennt er seinenNeffen Heinrich und falls dieser ablehnt, Hans Herrn von Stubenberg

st Henriette Wilhelmine war schon 1741 Witwe. Am 12. Dezember diesesJahres wurden für sie und ihren Sohn Johann Heinrich Grafen von Geyers-berg ihr Bruder Wilhelm August, dann Otto Friedrich Zanthier und KarlAdolf von Carlowitz als Kuratoren bestellt. Wir erfahren aus dem Dokument,daß sie am Ib. Juli 1730 den Ehevertrag unterzeichnete. Die Revenuen desSohnes belaufen sich auf 5000 Taler, zu denen noch 5000 Gulden jährlich ausösterreichischen Landen kommen.

9 Wappengenossen des Hauses in Polen sind (nach einer Mitteilung desHerrn Hoyer von Rosenfeld an Graf Buttler): 1. die Jesiotrowski in Pod-lachien, 2. Rychter in Russisch-Polen, 3. Sychowski in Westpreußen und 4. Stnm-berg (sio!) in Polen.

9 Seine Ernennung zum Landesvizedom in Steier ist vom 17. Mai 1088datiert. Steierl». Landesarchiv, Rep. Rech baner, 1852.

9 Landrecht Stubenberg, 208.