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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
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nomine::/) In diese Zeit fällt die oben erwähnte AufforderungFriedrichs III, an Leutold von Stubenberg, sich mit Jan Holub gegenBaumkircher zu vereinigen, der neuerdings mit einen: merklichen Söldner-volk über die Donau herüberkomme/) Drohend wird zwar in demSchreiben bemerkt: Sollte Leutold darin ungehorsam erfunden werden,so würde sich der Kaiser an ihm schadlos halten; aber die Drohungist hier, wie man aus den: gleichen Schreiben an den Seckauer Propstersieht, nur eine konventionelle Phrase/) Trotz der bisherigen Erfolgedes Kaisers ging der Krieg mit all dem Jammer, den er im Gefolgehatte, weiter. An: 21, Juli kommt es bei Fürstenfeld zur Schlacht, dienach anfänglichen Vorteilen der Kaiserlichen mit ihrer gänzlichen Nieder-lage endet. Thomas von Stubenberg und ein Dienstmann des Stuben-bergs, Anton von Herberstein, wurden gefangen und nach Schlaning,den: festen Schlosse Baumkirchers jenseits der ungarischen Grenze,geführt. Dort ist Thomas bei den: Versuche, sich zu befreien, umge-kommen. Als er sich nämlich mittels eines Seiles von dem Turm,in welchen: er lag, herablassen wollte, fiel er sich zu Tode/) Das An-denken an seinen in: Dienste des Kaisers erlittenen Tod blieb langelebendig. Als sich ein Menschenalter später (1502), Balthasar vonStubenberg, der Sohn des in solcher Weise Verunglückten, an KaiserMaximilian wandte, um einen schweren „Landfall" wegen verbotenerWeineinfuhr von den Erben seines Bruders Andre abzuwehren, bater, „das alte Herkommen des Namens Stubenberg in: löblichen HausOsterreich zu bedenken und dem Verweser aufzutragen, die hinterlassen?::Güter seines Bruders ihm und den Vettern ausfolgen zu lassen", underinnert daran, daß sein Vater Thomas in: Dienste Friedrichs III. umsein Leben — das uns dann als seinen Kindern zu merklichen Schaden —gekommen ist/)

Die Niederlage, die der kaiserliche Feldhauptmann vor Fürsten-feld erlitt, hatte den Kaiser genötigt, Verhandlungen mit Baumkirchereinzugehen, die allerdings zu keinem Ziele führten. Der Krieg wurdeerst in: August wieder aufgenommen/) Wir kennen die schwere Mühe,die sich der Kaiser und die Landschaft gaben, militärisch die Oberhandzu gewinnen, sowie die Zerwürfnisse, die zwischen beiden entstanden,endlich auch den Einfluß, den Matthias Corvinus auf die Fehde ge-wann/) Erst in: Herbste kam es zu einen: Waffenstillstand auf dreiWochen; die Herstellung des Friedens scheiterte an dem Verlangendes ungarischen Königs nach einer Amnestie für Baumkircher. Unddoch drängten die Verhältnisse zu einer Beilegung der Fehde. Hatten

st Rothenberg, S. 72.

2) Gedruckt bei Krön es, Mitt., XVI, 48.

st Ebenda S. 49.

st Unrest, S. 563.

st Immediateingabe Balthasars, O.-D. im steierm. Landesarchiv, Stuben-berg-Archiv.

st Rothenberg, S. 76.

st Sieh Krones in den Beiträgen, II, 66, zum 26. August 1469, undS. 67 und 68, zum 3. September 1469; Rothenberg, S. 76 ff.