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die stattliche Mitgift von 10.000 Gulden und die von dem erstenGemahl gemachte Widerlage von 10.000 Gulden/) sondern auch jeneAussichten in die Ehe mitbrachte, die mit dem Aussterben des PettauerMannesstammes verknüpft waren. Es wäre für die wirtschaftlicheEntwicklung des Stubenbergischen Hauses zu wünschen gewesen, wenndie Fortschritte nicht in so stürmischer Weise, in der sie den Neidwecken mußten, erfolgt wären. Wie dem auch sei: zunächst gestatteteHerzog Friedrich, daß Leutold die Mitgift seiner Gemahlin auch aufsolche Güter verweise, die sein Vater Friedrich vom Herzoge als Lehenerhalten hatte/) Die Hochzeit dürste in den Faschingstagen 1432 statt-gesunden haben. In den nächsten Zeiten vertritt Leutold in mehrerenGeschäften seinen Vater/) Daß er sich der Wallfahrt Herzog Friedrichsnach Palästina im Jahre 1436 anschloß, ist bekannt genug, und esmag uuerörtert bleiben, wie viel von den hiebei gemeldeten Abenteuernauf seinen Teil entfällt/) Am 6. Jänner 1438 starb Friedrich vonPettau, der letzte Mannessprosse seines uralten Stammes. Von seinenbeiden Schwestern, an die die große Erbschaft fallen mußte, war Annaan den Grasen Johann von Schaumberg, Agnes an Leutold vonStubenberg vermählt. Das Erbe bestand aus Eigengütern, landes-sürstlichen und geistlichen Lehen und Ämtern und es dauerte mehr alsdrei Jahre, bis der Erbteilungsvertrag der beiden Schwestern zu ständekam. Das geschah zu Pettau am 22. Dezember 1441/) Danach er-hielt Agnes die Feste Wurmberg (sieh Abb. Nr. 16) samt demAmt, Landgericht und der Kapellenlehenschaft, die Feste Heckenberg(bei Cilli) mit Amt und Gericht, das Amt Waltsch (bei Cilli), dieFeste Maid bürg samt Amt, die Feste Gpbl (Köble bei Gonobitz)samt Amt, das Amt Lampriach (Laporie bei Windisch-Feistritz), Hausam Bacher (südlich von Marburg), die Zupe Khosch, Roßwein undWochau mit Gericht, das Amt zu Lüchendorf bei Spielfeld, Besitz inder Laussergass en (Marburg) und an der N eustist (bei Radkers-burg), im Zirknitztal bei Jägerberg (Otterbachtal), den Turm undBesitz zu Laubeck, die Feste Schwanberg mit Markt und Gericht,die Feste An tri ach (Mantrach) mit dem Amt, Besitz zu Wildbachund Kolwang, Feste und Amt Hollen bürg in Kärnten, ein Amt
0 Not.-Bl. IX, 344/345.
Muchar VII, 223; Chmel, Materialien, S. 451/452.
Lehenausteilungen, Original steierm. Landesarchiv 5363 5, o, Z, am6. und 9. Dezember in Judenburg und Katsch.
/ Jlwof, Steiermark und die Kreuzzüge, Beitr., XZ1IX; Röhricht undMeisner, Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande, S. 470/471.
5) Kopie, Pap., steierm. Landesarchiv, 5765. Am 11. März 1441 hatten Hed-wig vvn Liechtenstein-Nikolsburg und Dorothea von Puchheim geb. von Petten-dorf eine Verzichtsurkunde ausgestellt, „daz sy keynen zuspruch wellen habenzu graf Johanns von Schawnberg und zu Frau Anna seinein gemahl und zufraun Agnesen Herrn Leutolden von Stubenberg Hausfrau paiden swestern wei-lent Herrn Bernharten von Bettau wegen". Stammt aus dem Urkundcnver-zeichnis Friedrichs von Stubenberg, des Sohnes Leutolds. Gedr. bei Loserth,Das Archiv des Hauses Stubenberg. Veröffentlichungen d. Hist.Landeskommission,XXII, 86.