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dem Älteren und den Vettern der mittleren Linie. Zunächst wirdder Anteil des Seniors bestimmt, dann folgen die Wülfings, Ulrichsund Friedrichs, wie wir sie bereits kennen, endlich jene der Söhne,bzw. des Enkels Friedrichs von Stubenberg, denen die Güter zuPöllau, Stubenberg, Kätsch, Kapfenberg, die Kaufgüter Am Hof, zuKraubat und Kapfenberg zufallen. Die drei Teilnngsurkunden gewährenzum ersten Mal einen Überblick über des Hanfes Gesamtbesitz, aberdoch keinen vollständigen. Man wird bemerken, daß von den in Nieder-österreich liegenden Gütern mit Ausnahme von Höflein nicht die Redeist. Auch ist der geistliche Lehenbefitz hier ebensowenig einbezogen wieder landesfürftliche. Es find Teile, die zweien und solche, die allengemeinsam find. Eine Schwierigkeit in der Aufzählung des Besitzesbildet der Umstand, daß die einzelnen Güter nicht besonders vermerktwerden. Otto der Ältere besitzt nach der Teilungsurkunde Kauf- undLehensgüter zu Kapfenberg; aber erst aus einer späteren Urkunde er-fährt man, daß zu diesen ein Hof, ein Grund, die Mühle zu Lindund andere Güter dort und zu Haffendorf und Jasfing gehören.
Die nächsten Erwerbungen betreffen kleinere Gründe in ver-schiedenen Ortschaften, meist sind es Bauernhuben, daneben GöfferPfandbesitz, wie oer zu Stagesdorf in Kärnten, oder Lehensgut des-selben Klosters zu Göß, Leoben und Motzlars) Bezüglich der Vogteides Hauses Stubenberg über St. Lambrecht muß es durch längere ZeitStreit gegeben haben. Wie es scheint, suchte das Kloster sich die Vogt-freiheit zu erringen; aber es kam nur unter die Vogtei eines andernHauses. Am 15. September 1395 tragen ihm die Herzoge Wilhelm undAlbrecht von Osterreich auf, ihrem Hofmeister Ulrich IV. von Walsee,den sie dem Kloster als Vogt gesetzt haben, jene 24 Pfund alljährlich zuzahlen, die sie vordem an das Haus Stubenberg zu entrichten hatten.Der Streit muß indes noch weiter gegangen sein; er wurde erst vomHerzog Ernst an: 19. März 1401 dahin beigelegt,^ daß die Vogteians den St. Lambrechter Gütern zu Aflenz, Zell, in der Veitsch lautInhalt der älteren dein Hause Stubenberg gegebenen Briefe vondiesem ausgeübt werden solle. Streitigkeiten, die es gleichzeitig mitSt. Lambrecht wegen der Fischweide auf der Mürz und Stübing undder Almen aus der „rothen Soll" gab, wurden in der Weise ge-schlichtet, daß die Fischweide vom Steg zu Allerheiligen bis zur Murund auf der Stübing bis an das Thörl den Stubenbergen blieb. In
U Fünf Originale im steierm. Landesarchiv, 3411a, 3414b, Not.-Bl. IX,215/216/
2) Urk. vom 3. Juni 1382, Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 3428.
ch Kleinere Gründe in Parslueg, in der Penig, im Langtal, anstoßendan die Gams und am Puchriß, zu Göritz, in der Au im Mürztal, im Lontal,zn Selsnitz, Haugenberg, Mürzhofen, Sickenberg, am Gemdenberg, in Kainach,zu Mitternaich bei Bruck a. d. Mur, in Groeß bei der Stübing. Die Urkk. imOrig. im steierm. Landesarchiv. Einzelne gedr. Not.-Bl. IX, 23V—233.
Ü Kopie, steierm. Landesarchiv, 3857 a. Sieh auch Spezialarchiv Stnben-berg 41/287.
5) Kopie, steierm. Landesarchiv, 4v42a.