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unter den Zeugen bei dem Schutz- und Trutzbündnis, das die HerzogeRudolf, Friedrich, Albrecht und Leopold für fich und ihren SchwagerMeinhard von Tirol mit den Königen Ludwig von Ungarn undKasimir von Polen am 3l. Dezember 1362 in Preßburg abschließen.')Ebenso sind die damals großjährigen Stubenberger Friedrich, Otto,Hans, Ulrich und Wülfing Zeugen in der Stiftnngsurkunde der WienerUniversität") und Friedrich auch in der Stiftungsurkunde des Kollegiat-kapitels von heil. Stephan in Wien.") In politischer Tätigkeit istFriedrich auch unter dem Nachfolger Rudolf IV., Herzog Albrecht III.Im Jahre 1366 unterhandelte er in Gemeinschaft mit dem Hofmar-fchall Konrad von Lindeck einen Waffenstillstand zwischen den Herzogenvon Osterreich und dem Patriarchen Marquard von AquilejaZ) am29. September 1369 ist Wülfing Zeuge des Friedensschlusses zwischenHerzog Albrecht III. und den Herzogen von Bayern, der Tirol end-gültig für Österreich sicherte.") Hans von Stubenberg und seineBrüder Otto und Wülfing bezeugen den Teilungsvertrag zwischenAlbrecht III. und Leopold III. vom 25. Juli 1373 und später jenenvom 5. Jänner 1376.°)
Der steigende Einfluß des Hauses Stubenberg ist zum gutenTeile aus die ausgezeichneten Verbindungen zurückzuführen, die sie mitanderen hervorragenden Adelsgeschlechtern unterhielten. Von der mitdem Hause Liechtenstein wurde bereits gesprochen. Als Friedrichs ersteGemahlin, die Liechtensteinerin Elisabeth, der er, wie man der für ihrSeelenheil gemachten Stiftung entnimmt, Z in herzlicher Liebe zugetangewesen, gestorben war (1364), heiratete er die Schwester Franzensdes Dynasten von Carrara, der ihr am 30. Dezember 1367 eineSchuldsorderung in der Höhe von 1160 Dukaten schenkt, die er anden verstorbenen Grafen Johann von Pfannberg gehabt hatte. AlsCarraresia — so wird sie in der Urkunde genannt, gestorben war, ver-mählte sich Friedrich im März 1370 mit Anna, der Tochter Hartnids des
0 Trautmannsdorf, S. 181/2. Kranes, S. 53.f f 1365, März 12., Witwe Trautmannsdorf, S. 139/190; Asch dach,Gesch. d. Wiener Univ., I, 15.
ff Wir können weitere Zeugenschaften hier übergehen, die durch die ganzeRegierungszeit Rudolfs IV. gehen, nur dreier mag noch gedacht werden: in derersten vom 1359, Juli 9., bekundet Rudolf, daß er am 20. November 1358, als ernach dem Tode seines Vaters alle Herren, Dienstleute, Mannen, Ritter undKnechte zur Huldigung nach Wien entboten hatte, das Jägermeisteramt errichtete.Trautmanns dorf, S. 178, die beiden anderen betreffen die Erweiterungvon St. Stephan in Wien und den Dominikanerkonvent in Graz. EbendaS. 177, 179, 189.
ff Kurz, Österreich unter Albrecht III., 1, 189.
ff Quellen und Erörterungen zur bayr. und deutschen Gesch., VI, 503.°> Ebenda S. 238—243, 270.
ff Friedrich von Stubenberg stiftet in Neun mit 5 Pfund und 32 PfennigG ülten gelegen ob Mantern in der Maydwiesen, eine Vigilie und 30 Messen fürseine selige Hausfrau Elisabeth (1364, Dezember 21.) Mitsiegler sein Sohn Hans.Kopie, steierm. Landesarchiv, 2920d, sieh auch im Landrecht Stubenberg, 224; dieKlage Wolfs von Stubenberg, daß das Stift seine Verpflichtung nicht einhält,Zeitschr. f. steierm. Gesch., 1910.
Loserth, Gesch. d. altstetr. Herren- u. Grafenhauscs Stukenborg. g