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Geschichte des altsteirischen Herren- und Grafenhauses Stubenberg : mit 27 Abbildungen und einer Stammtafel
Entstehung
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Das Lehen Kätsch, das nach Friedrichs Tode an Wülfing vonGoldeck gekommen war, erhielt Ulrich vom Bischof Albrecht von Frei-fing am 31. März 1352 ff und pflegeweise von demselben auch dieBurghut zu Wildenlack nebst einem Turm „gelegen ober der niederenBeste zu Lack", ff Ziemlich zahlreich sind die Erwerbungen an Pfand-besitz, von denen hier nur die wichtigeren ausgehoben werden sollen.Albrecht verpfändet am 28. Mai 1354 an Otto von Stubenberg fürein Darlehen von 500 Pfund die Hauptmannschast von Radkersburg,drei Tage später an Ulrich von Stubenberg für eine Schuld von890 Pfund die Feste Wolkenstein im Ennstal, und Rudolf IV. ver-weist letzteren für eine Geldschuld von 490 Pfund aus den landes-fürstlichen Zehnt im Mürztal.ff Graf Johann von Psannberg undseine Gemahlin Margarete verpfänden „ihrem Oheim" Friedrich vonStubenberg für 1990 Pfund guter alter Wiener Pfennig das Gericht,die Maut und den Zoll zu Bruck a. d. Mur und fünf Jahre späterdie zwei Gerichte zu Leoben und Kindberg, ff Und am 6. Jänner 1364bestätigt Herzog Rudolf, seine Einwilligung gegeben zu haben, daßChol von Saldenhofen, Landeshauptmann von Steier, seine Güterum Murau an weiland Ulrich von Stukenborg um 1990 Gulden ver-fetzt habe. In diesem Pfandbesitz wolle er die Stubenbergischen Erbenschützend) In gleicher Weise erklärt Herzog Albrecht am 2. Oktober1365, in Anbetracht der treuen Dienste, die das Hans Stubenbergihm und feinen Vorfahren geleistet habe, Otto und Friedrich vonStubenberg, die ohne Recht der ihnen zustehenden Vogtei über Gößentwehrt worden seien, in ihrem Rechte zu schirmen, ff

Die Leistungen der drei Brüder für ihre Landesfürsten find inder Tat sehr bedeutende. Unter Albrecht II. und Rudolf IV. wie auch,was Friedrich und Otto von Stubenberg betrifft, unter Albrecht III.und Leopold III. find sie an hervorragenden Staatsaktionen beteiligt,ohne daß freilich die gleichzeitigen Quellen viel darüber sagen würden.Unter Albrecht II. fanden sie weniger Gelegenheit zur Tätigkeit imFelde, mehr unter Rudolf IV. Da ist es vor allem der Tiroler Erb-folgekrieg zwischen den Habsburgern und Wittelsbachern, der auch dasStubenbergische Geschlecht in Mitleidenschaft zog. Als nämlich HerzogRudolf in der Mitte Dezember 1363 Tirol verlassen hatte, über-schritten die Bapern unvermutet die Grenze und gewannen einzelneErfolge, mußten sich allerdings beim Eintritt der strengen Winterkältewieder zurückziehen. Aber die Salzburger und Österreicher, die unter

ff Not.-Bl. IX, 129.

2) Haus-, Hof- und Staatsarchiv-Repert., 24, S. 124. Kopie im steierm,Landesarchiv 2617b. Apofielen, VII, 116, 117.

Kopien im steierm. Landesarchiv, 23081c, 2509 b, 2725. Urk. Rudolfs IV.ddo. Wren 1359, Dezember 24.

4) Orig.-Urkk. ddo. 1360, November 9., und 1365, Februar 20., im steierm.Landesarchiv, Not.-Bl. IX, 153, 168. Dort die Bedingungen für die Zurück-lösung.

5) Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 2893, Not.-Bl. IX, 166.ch Orig.-Perg., steierm. Landesarchiv, 2947.