64 !
fem Maßstabe nickt trauen kann, als wenn man denMaße und Gewicht in einem Lande nicht trauen kann.Darf es nun in einem wohlgeordneten Staate anrichtigem Maaße und Gewicht nicht fehlen, fo darf >rS auch an einem richtigen Münzmaße nicht schien.Was über dieses Maß hinaus ist, ist nicht recht,aber auch nicht das. was unter demselben ist.
Ist es ein Glück für ein Land, viel Geld, alsoviel Tauschwaare zu haben: so muß dem Lande auchder Zufluß und der Umlauf vielen fremden Geldes,oder fremder Münzsortcn willkommen sepn, und zwardann um so willkommener, wenn für den Landes«> verkehr keine hinlängliche Landesmünze vorhanden ist.
Aber wie ist dann der Tauschwerth der fremdenMünzsorce» zu bestimmen?
Der Maßstab des Geldwerths ist sein Schroorund Korn, oder sein innerer Silber- oder Goldge,halt, und sein Gewicht: das ist der Münzfuß. Die,ser Münzfuß ist der wahre und richtige Maßstab fürs ,, alle Münzsorlen, sie mögen einheimische oder fremde
seyn. Zugleich ist dieser Münzfuß ein Maßstab, wcl,' " chcr für die ganze Welt gellend ist, wenigstens gelten ,
kann, ohne daß irgend gcmand dabey verliert.
Die Münzfüße, welche wir in Deutschland ha,ben, sind der ig, 20, 21, 24 und 25 Guldcnfuß,wenn gleich nicht der Neichsgesehlichkeit, doch derUeblichkeit nach. Nach diesen Verschiedenheiten köm -