So
«igt ihr Z!I geben vermögen. Mache man daher diePredigt nicht zum wesentlichen Theil der Gottesver,ehrung. Nur selten sey die feyerliche Rede, und siewerde dann nur solchen übertragen, die wahrhaftgeistliches Rednertalent haben. Der Geistliche tretemehr in das Verhältnis; des Seelsorgers; zum Pre,digen laugen nur wenige, als Lehrer und Seelsorgersind Viele sehr brauchbare Männer, und können eSum so mehr werden, wenn sie sich diesem Fache ganzwidmen. Eins jedoch als unerläßliche Bedingung beyallen Geistlichen: moralischer Lebenswandel. Wer sichbarin etwas zu Schulden kommen läßt, werde äugen,blicklich ausgestoßen, denn nichts schadet der Religionmehr, als Kirchendiener, die ihr? moralische Ehreverletzen, ja sogar grobe Laster: ttnmäßigkeit. Aus,schwcifungen, Bctrüglichkcit, sich zu Schulden kom,men lassen.
Der Gesang ftp feierlich, aber nicht zu lang,sam; das Gebcth sey angemessen, rein in Gedankenund Empfindungen, einfach und würdevoll in Spra,che und Ausdruck, und ein solches werde der versam,melten Gemeine von einem Neligionsdiener richtig,ausdrucksvoll, mit Würde und Empfindung vorgelesen.Ein gutes Gesangbuch und ein gutes Gebethbuch sindwahre Schätze für die öffentliche Gottesverehrung,wie für die Beförderung religiösen und moralischenSinnes; beyde brauchen nicht sehr stark zu styn, und