Der Stammvater der
noch lebenden Varrentrapps und seine Familie.
Von der jüngeren Linie, die schon seit 1622 in Hattingenansässig war, wird zuerst DiederichFarentrapp zu Sprock-hövel erwähnt, der 1619 bereits tot ist. Er hatte eine TochterMaria, die am 3. Juli 1619 an der Pest starb, und einenSohn Mauritz. Dieser Mauritz vermählte sich am 19. Ok-tober 1622 mit Anna Sinter mann aus dem Sintermanns-hause, welches auch im Drecke genannt wurde, in Hattingen,Johanns und der Anna Tochter, und hat 1625 als «ein Frembder»die Gilde der Kaufleute und Bäcker zu Hattingen «gewonnen». 1 ]Es heißt in dem Gildebuche: «Item von Moritz Farentrap vorsein gilde geldt, als ein Frembder entfangen — 2 Goldgld.ad — 10 f. und vor den Gildediener — 1 f.; facit — 11 f.und vor 2 Waxgeldt 1 f. Moritz starb schon vier Jahre nachseiner Verheiratung und wurde am 18. Januar 1626 begraben.Seine Witwe heiratete am 24. November 1627 Johann Eymannin der obersten Eyen, Johanns Sohn.
Kinder Moritz’ sind im Hattinger Kirchenbuche nicht er-wähnt, jedoch wird in einem alten Gerichtsprotokollbuche ver-merkt, daß wider die Vormünder der minorennen Kinderdes Moritz Varentrapp im Jahre 1634 ein Prozeß geführtworden ist. Nun wird im Jahre 1630, also vierundzwanzigJahre nach Moritz’ Tode, in dem vorerwähnten Gildebuchegesagt; «Johann Varentrap in Sintermannshuß ein Bürgerssohnvor sein gilde geldt betaldt — 1 Goltgl. und vor den gildeDiener — 13 alb.; facit 6 Guld. 13 alb. und vor 1 U Wax —1 Guld. 2 alb.»
') Gildebuch der Hattinger Kaufmanns- und Bäckergilde, früher (1873) imStadtarchiv zu Hattingen.